Bordbuch der Ampetula

Für die Logbucheinträge unserer Pilotinnen und Piloten
Zuya Hiyaye
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475 Kelvin und leuchtende Bäume

#11

Die EOT SCOOLING E ist in HIP 87621 stationiert. Deeana und Sunyata melden sich für die Exobiologie-Mission des Oktober-Konsortiums an. Auf einem heißen 475K-Satelliten entdecken Deeana und Derek eine faszinierende, lumineszierende 'Radicoida'-Flora.



475 Kelvin und leuchtende Bäume

Als Ahmad auf die Station 'Exogene Sciences' in den Ringen des zweiten Planeten von Hip 87621 zusteuerte, war er sichtlich nervös.
Derek: "Was ist los?"
Ahmad: "Die Ringe."
Deeana wirkte immer noch abgespannt und unausgeschlafen.
Deeana: "Meine Güte, Austin ist bei Ringen eigentlich immer polar."
Sunyata zu Deeana: "Lassen Sie meinen Mann in Ruhe."
Ahmad: "Was? Und wer ist Austin?"
Deeana: "Ein Pilot von dem..."
Derek: "Ich weiß einen guten Trick. In den Ringen ist oft viel Material. Aber meistens sind sie sehr dünn. Wenn du senkrecht auf die Station in den Ringen anfliegst, hast du wenig Material zwischen dir und der Station."
Ahmad: "Stimmt, daran habe ich gar nicht gedacht."
Ahmad steuerte die Mandaley mit dem seltsamen Namen EOT SCOOLING E in eine polare Anflugbahn um senkrecht auf die Ringe zu stoßen in der die Station platziert war. Sie musste in einen der größeren Brocken gegraben worden sein, der groß genug, aber zugleich klein genug, um nicht durch die Gezeitenkräfte zerrieben zu werden. Innerlich war sie wahrscheinlich verstärkt worden.

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Ahmad: "Ganz schön viele Brocken, die hier rumfliegen."
Sunyata: "Und so groß."
Derek: "Ganz ruhig."
Ahmad drosselte das Tempo und jonglierte das Raumschiff geschickt durch gezielte Impulse der Steuerdüsen um die Station herum.
Exogene Sciences: "Exogene Sciences an anfliegendes Schiff. Dies ist eine unabhängige Station. Bitten Sie um Andockerlaubnis, bevor Sie docken und halten Sie sich an die Regeln dieses Raumhafens."
Ahmad: "EOT 79 an Exogene Sciences. Ich bitte um Andockerlaubnis. Haben Sie einen Landeplatz für mich?"
Exogene Sciences: "Andockerlaubnis gewährt. Landen Sie in Landezone 20."
Ahmad flog langsam auf den Einflugschlitz zu und passte die Rotation an. Schließlich fuhr er das Landegestell aus und setzte das Schiff ab. Deeana hatte noch nie einen Piloten gesehen, der so feinfühlig an einer Station andockte. Er blieb genau im Zeitfenster. Wahrscheinlich hatte Ahmad in der Flugschule vorwiegend das Andocken und Landen gelernt, während ihm die Hyperraumsprünge und der Eintritt in den Gleitflug eher unbekannt zu sein schienen.

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Exogene Sciences: "Ihr Schiff ist gesichert. Schalten Sie die Motoren aus."
Derek: "Gut gemacht, Junge."
Deeana: "So, dann wollen wir mal hier schauen, was hier los ist."
Derek: "Das ist eine Station des October Consortiums. Ich glaube kaum, dass die uns was über Terri Tora erzählen werden."
Tariq: "Haben Sie einen Verdacht?"
Derek: "Nichts Konkretes. Ich weiß nur das, was in den Medien war und das was wir im Wrack auf der Oberfläche dieses Satelliten gefunden haben."
Tariq: "Ja, die Nachricht an Frank"
Derek: "Ok, Zeit von Bord zu gehen."
Die Fünf gingen von Bord und nahmen den Aufzug zur Pilots Lounge. Dort gab es eine Abteilung von Vista Genomics. An den Terminals fand Deeana eine Nachricht.

Das October Consortium gibt bekannt, dass Mitglieder nun HIP 87621, in dem eine bislang unbekannte exobiologische Flora entdeckt wurde, betreten dürfen.
Piloten können deren Initiative unterstützen, indem sie sich zunächst bei Exogene Sciences im System HIP 87621 registrieren und anschließend Proben der neu entdeckten Flora an biologischen Standorten auf mehreren Himmelskörpern des Systems HIP 87621 sammeln. Diese Proben müssen im Anschluss über einen Repräsentanten in der Abflughalle der Station an Vista Genomics bei Exogene Sciences verkauft werden.
Angesichts der Einzigartigkeit dieser Flora und des dringenden Bedarfs an Daten hat Vista Genomics die übliche Beschränkung von einer Probe pro Planet aufgehoben. Piloten dürfen daher mehrere Proben von einem einzigen Standort entnehmen.
Zum Sammeln der Proben wird ein Artemis-Anzug mit
einem Genetic Sampler benötigt.
Proben, die im Rahmen dieser Initiative verkauft werden, haben einen Preismultiplikator von 8.
Piloten wird zur Vorsicht geraten, da alle Planeten, auf denen diese ungewöhnliche Spezies heimisch ist, tagsüber extrem hohe Oberflächentemperaturen verzeichnen.
Piloten, die mindestens 1 Probe eintragen, erhalten folgende Belohnungen:
- Artemis "Photon" - Anzug - Blau - Credits, abhängig von der erreichten Erfolgsstufe und dem individuellen Beitragsniveau.
Piloten unter den besten 75 % erhalten einen Artemis-Anzug (Grad 5) mit verbesserter Batteriekapazität, Nachtsicht, längerer Sprintdauer und verbessertem Sprung-Assist-Modul.
Die Kampagne beginnt am Freitag 13. November 3311 und soll zwei Wochen andauern.
Um Anspruch auf Belohnungen zu haben, müssen sich Kommandanten zuerst beim "Exogene Sciences"-Sternenhafen in HIP 87621 registrieren, ehe sie Proben der neu entdeckten Flora auf mehreren Himmelskörpern innerhalb dieses Systems sammeln können.


Deeana: "Ok, gehen wir rüber und registrieren uns."
Sunyata: "Ich komme mit."
Derek: "Wir sollten nicht mit versammelter Mannschaft aufschlagen. Hier gibt es auch eine Bar."
Tariq: "Gute Idee."
Deeana begab sich mit Sunyata zum Schalter von Vista Genomics, während die drei Männer zur Bar gingen.

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Deeana: "Hallo, ich möchte mich für die Initiative des Oktober Consortiums registrieren. Kann ich das hier machen? Ich bin Biologin."
Amber Hess: "Oh, eine Kollegin. Ja, das geht. Dazu brauchen sie aber einen Artemisanzug und einen Genetic Sampler."
Deeana: "Davon haben wir einige auf unserem Schiff."
Amber Hess: "Ja, dann können Sie sich hier registrieren. Wie ist Ihr Name?"
Deeana: "Deeana Wegmann."
Amber Hess: "Und dann bräuchte ich noch Ihre Commanderkarte."
Deeana reichte ihr die Karte.
Amber Hess: "Da steht ein Zuya Hiyaye drauf."
Deeana: "Ja, er hat mir seine Commanderberechtigung übertragen. Zeitweilig."
Amber Hess: "Ok, Registrierung abgeschlossen. Dann gute Jagd. Aber sein Sie vorsichtig. Die Oberflächen der meisten Himmelskörper hier haben enorme Temperaturen."
Sunyata: "Oh ja!"
Deeana: "Ich weiß, wir sind schon auf einem Mond gelandet."
Sunyata: "Den es eigentlich nicht geben dürfte."
Amber Hess: "Ah, ich habe eine Ahnung, was Sie meinen. Ja, das System ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Wenn Sie Biologin sind, dann werden Sie sicher feststellen was ich meine. Haben Sie ein Labor an Bord?"
Deeana: "Nein."
Sunyata: "Aber wir könnten die Krankenstation umrüsten. Haben Sie denn Material dafür hier?"
Amber Hess: "Selbstverständlich. Schauen Sie sich ruhig um."
Sunyata: "Was kostet...?"Sie war offensichtlich noch nicht mit den Einkommensverhältnissen der meisten Commander vertraut.
Deeana: "Das ist kein Problem. Wir schauen, was wir gebrauchen können. Auf dem Schiff ist genug Platz."
Die Fünf trafen sich mit vollen Einkaufstaschen wieder und fuhren hinunter zur Andockbucht. Auch der Start ging Ahmad gut von der Hand. Derek bestand auf einer Nachtlandung bzw. auf der Nachtseite des Satelliten innerhalb der Planetenringe. Der hatte eine sehr geringe Schwerkraft von 0,06g und Derek hoffte, dass die Temperaturen dort nicht so exorbitant hoch waren oder zumindest so, dass die Artemisanzüge damit klarkommen würden. Ahmad landete geschickt in der Nähe eines kleinen Wäldchens von den seltsamen Pflanzen.
Ahmad: "Ok, ich mache die Scheinwerfer an. Oder habt ihr in den Artemis Nachtsicht?"
Derek und Deeana schüttelten den Kopf, während sie in ihre Anzüge schlüpften.
Derek: "475 K da draußen. Fast eine frische Brise."
Sunyata: "Mir immer noch zu heiß. Passt auf euch auf." Sie bekam rote Wangen, weil sie damit auch Deeana geduzt hatte. Die aber ging darüber hinweg. Sie und Derek betraten die Luftschleuse und traten ins Freie. Zwar wurden sie über die hohen Temperaturen gewarnt, aber die Kühlung ihrer Anzüge konnte die erhöhten Temperaturen abfangen.
Deeana: "Mr. Al-Farsi. Machen Sie das Außenlicht aus."
Deeana hatte bemerkt, dass die Pflanzen luminiszierten.
Derek: "Was soll das?"
Deeana: "Schau's dir an."

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Derek: "Faszinierend. Da brauchen wir nicht einmal Taschenlampen."
Die beiden machten sich daran die ersten Proben zu sammeln. Deeana untersuchte noch einige andere Pflanzen. Unter anderm 'Osseus Discus', Bakterienkulturen und eine Pflanze 'Fumerola Extremus', die direkt an einem der vielen vulkanischen Schlote wuchs. Als die Sonne , ein Stern der Klasse F und sehr nahe, über den Horizont lugte, und die Hitze in ihren Anzügen stieg, begaben sie sich zurück zum Schiff .

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Deeana: "Derek, das ist Faszinierend. Das ist eine 'Radicoida' Art."
Derek: "Das ist wieder meine Deeana."
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Sonnenaufgang auf Hip 87621 2a

#12

Auf Hip 87621 2a steigen die Spannungen! Biologin Deeana und Geologe Derek wagen eine gefährliche EVA für Proben. Doch als der F-Stern aufgeht, werden aus 200 °C schnell 587 °C. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Hitze und eskalierende Crew-Konflikte beginnt.



Sonnenaufgang auf Hip 87621 2a

Nachdem die Crew der EOT SCOOLING E die ersten sechs Proben abgegeben hatte, mussten sie eine bittere Feststellung machen: Die Proben würden nur als Beitrag für das Oktober Konsortium gewertet werden, wenn sie ausschließlich an der Station ÊXOGENE SCIENCES im Hip 87621 System abgegeben würden. Dort hatten das Oktober Konsortium und die Vista Genomics eine Kooperation vereinbart.
Der ursprüngliche Hintergrund für diese Wahl war, dass Biologin Deeana Wegmann dem Piloten Ahmad Al-Farsi ein riskantes Andocken in den gefährlichen Planetenringen ersparen wollte. Trotzdem gab Deeana ihm weiterhin die Schuld für die komplizierte Logistik.

Deeana: „Das ist alles zu kompliziert. Der eine kommt ins Schwitzen, wenn er eine Station innerhalb von Planetenringen anfliegen soll, die anderen sagen:...“Sie versuchte die ermahnende Stimme der Vista Genomics Mitarbeiterin übertrieben nachzumachen. „'Das kann aber nur gewertet werden, wenn Sie das hier abgeben'.“
Sunyata: „Warum gehen sie meinen Mann wieder...?“
Deeana: „Ach ja, und wieder eine andere hält ihren Mann für den Größten...“
Derek: „Deana!“
Deeana: „Ja was?“
Derek besänftigend: „Er kann nichts dafür. Wir haben das so entschieden. Nicht er.“
Deeana: „Ja, aber...“
Derek schüttelte den Kopf und sprach ruhig: „Deeana. Wir müssen gleich raus in immerhin noch 200°C. Willst du wirklich vorher deinen Kreislauf auf Hochtouren bringen? Es war unsere Entscheidung.“

Widerwillig gab Deeana nach und fing an sich in ihren roten Artemisanzug zu pellen, den ihr Vista Genomics vor zwei Jahren als Auszeichnung und mit ihm die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Promotion überreicht hatte.
Derek wies auf den Anzug: “Du bist schon vielfach ausgezeichnet worden. Schraub' deine Ansprüche nicht zu hoch. Das hilft niemandem. Und dir übrigens auch nicht.“
Auch er schlüpfte nun in seinen dunklen Artemisanzug – den er sich damals in einem Anfall von Geltungssucht besorgt hatte. Er wollte Rachael, seine heutige Partnerin, damit beeindrucken, was sie aber eher kalt ließ. Die beiden betraten die Luftschleuse und traten ins Freie. Die Dunkelheit und die dünne Atmosphäre gaukelten Kälte vor. Dabei lag die Oberflächentemperatur draußen bei 474 K (rund 200 °C). Sie hörten dumpf ihre eigenen Atemgeräusche, und obwohl sie nebeneinander hergingen, war es, als wären sie über ihre Sprechanlagen in den Anzügen Meilen entfernt.

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Die Kühlaggregate ihrer Anzüge kämpften gegen die Hitze an, was zusätzliche Energie verbrauchte. Deshalb hatten sie auch Energiepacks eingepackt. Aber auch der Genetic Sampler schluckte bei jeder Probenentnahme rund 14% der Gesamtenergie, sodass sie ihre Anzüge jedes Mal nach sieben Proben neu aufladen mussten. Bei der ersten EVA brachten sie 14 Proben mit, kehrten dann zum Schiff zurück, ruhten sich kurz aus und starteten danach die zweite EVA. Es war immer noch dunkel. Nur die leuchtenden Radicoida Unica vor ihnen streuten ein bläuliches Licht

Deeana: „Meinst du wir schaffen diesmal mehr?“
Derek: „Na ja, 28 Proben würden ja auch reichen.“
Deeana: „Knapp.“
Während die beiden weitere Proben sammelten, war im Schiff Tariq mit der Einrichtung des Biolabors fertig und ging zu den Anderen in die Messe.
Ahmad: „Fertig?“
Tariq: „So weit ja. Was machen die beiden da draußen?“
Sunyata: „Weiter ihre Proben sammeln. Ich frage mich nur...?“
Tariq nach einiger Zeit weil sie ihr Frage nicht aussprach: „Was?“
Sunyata: „Nun ja, ich frage mich nur, warum sie immer so mies drauf sein muss?“
Tariq: “Wer?“
Ahmad: „Du weißt sehr wohl, wen wir meinen.“
Tariq: “Na schon.
Aber niemand sagt einem, warum sie schlecht drauf ist.
Hat ihr Freund mit CS* Schluss gemacht?
Ist da irgendwas hängen geblieben?
Kann ja alles sein.
Aber du musst dir alles selber ausdenken.“
Sunyata: „Ich glaube sie schreibt an irgendetwas.“
Ahmad: „Scheint wohl ziemlich wichtig zu sein.“
Tariq: „Verstehe.“
Sunyata: „Ja, aber dauernd verbreitet sie miese Laune, geht meinen Schatz an und kommandiert uns alle rum. Ganz anders als Derek.“
Tariq: „Aber ihr dürft nicht vergessen, die beiden riskieren jeden Tag ihr Leben und verdienen damit unser Geld.“
Sunyata: „Ja schon, aber.“

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Sie ließ ihren Gedanken unausgesprochen und sah nach draußen. Die Sonne ein naher F-Stern leckte an Horizont.
Sunyata: „Müssen die beiden nicht so langsam zurückkehren?“}
korr{Tariq: „Ich denke es wird Zeit.“
Sunyata: „Soll ich die beiden warnen? Aber dann...“
Tariq: „Die beiden sind erwachsen. Geben wir ihnen noch ein Viertelstündchen.“
Draußen bemerkte Derek die veränderten Lichtverhältnisse. Aber Deeana war ganz in ihrer Arbeit gefangen.

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Derek: „Ich glaub wir müssen los.“
Deeana: „Gleich ich muss nur noch...“
Derek: „Die Sonne geht auf.“
Deeana: „Dann freu... Oh, ich glaub wir müssen los.“
Derek: „Sag ich doch.“
Die beiden schlenderten zurück zum Schiff. Als Derek nach 400m bemerkte, dass die Temperatur rasant stieg. Nun 660 K und noch 700 m vor ihnen.
Derek: „Ich glaube ...“
Deeana: „Ich seh's“
Die beiden rannten los, als im Schiff Sunyata die Nerven verlor.
Sunyata: „Tariq die haben keine Viertelstunde. Schau mal auf's Thermometer.“
Tariq: „Hol sie zurück sofort. Ich bete zu Allah...“
Sunyata: „Derek, Miss Wegmann. Sie müssen sofort zum Schiff. Schnell. Meine Güte die Temperatur.“
Derek: „Wir sind auf dem Weg.“
Sunyata: „Schnell, schnell, schnell, schnell, schnell, schnell, schnell!“
Deeana keuchte: „Wir sind...“
Ahmad: „Ich fliege euch ent...“
Derek: „Keine Experimente. 250m“
Die Temperatur war inzwischen auf 800 K gestiegen und die Artemisanzüge alarmierten ihre Nutzer über die Überbelastung, während die Kühlaggregate tapfer gegen die rasant steigenden Temperaturen ankämpften.
Sunyata: „Wie weit noch?“
Tariq: „Lass sie in Ruhe. Die brauchen jeden Atemzug.“
Derek keuchend: „120.“

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Tariq blickte zum Himmel und sprach ein stummes Gebet.
Tariq: „Allāhumma aʿinnahum wa farrij kurabahum.“
Derek Keuchend: „60.“
Als die Temperatur auf 860 K gestiegen war erreichten sie in letzter Sekunde die Luftschleuse. Als sie sich aus den Artemisanzügen pellten war ihre Haut deutlich gerötet und an einigen Stellen verbrannt.
Sunyata: „Und ausgerechnet jetzt hat Tariq die Krankenstation zum Biolabor umgebaut.“
Deeana: „Können Sie uns nicht einfach eine Salbe geben?“
Derek: „Und ein Bier.“
Tariq: „Das wäre jetzt nicht...“
Derek mühsam lächelnd: „War nur ein Spaß.
Wasser.
Viel Wasser.“
Sunyata: „Ich schau mal was der Medizinschrank so alles hergibt.“)

Deeana ließ sich von Sunyata eincremen und Tariq half Derek dabei. Anschließend zog sich Deeana wieder zurück. Tariq folgte ihr.
Deeana: „Was ist?“
Tariq: „Das Biolabor ist fertig ich dachte Sie wollten es sehen.“
Deeana: „Ach ja stimmt.“
Die beiden gingen zum Biolabor und Deeana sah sich um.

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Deeana: „Ja, das geht so.“
Tariq: „Wollen wir uns setzen?“
Deeana: „Warum?“
Statt einer Antwort setzte er sich einfach an einem Tisch. Und Deeana setzte sich zu ihm. Sein Rasierwasser, dass Tariq nur dezent aufgetragen hatte verströmte einen betörenden Duft.
Tariq: „War ganz schön knapp da draußen. Ja?“
Deeana: „Es ging. Ich hab ja meine Aufpasser.“
Tariq: „Dennoch war ganz schön knapp.“
Deeana nickte und sah ihm in die Augen.
Tariq: „Ich bewundere Ihren Mut.“
Deeana hob die Augenbrauen.
Tariq: „Ja wirklich.“
Tariq nach einer Pause: „Sie riskieren nahezu täglich für uns alle Ihr Leben und verlangen nicht mehr dafür als wir alle.
Fast wie Kommunisten.“
Deeana: „So sind wir halt.“
Tariq: „Wie Kommunisten?“
Deeana: „Nein, an Bord der AMPETULA.“
Tariq: „Der AMPETULA?“
Deeana: „Wir sind da eine große Familie.“
Tariq: „Verstehe.“
Tariq nach einer Pause: „Und Zuhause. Wer passt da auf Sie auf?“
Deeana schüttelte den Kopf und die beiden schwiegen für eine Weile während Deeana jeden Quadratzentimeter ihrer verbrannten Haut spürte.
Tariq: „Tut sehr weh. Nicht wahr?“
Deeana nickte. Allerdings rätselte sie, ob sich seine Frage auf ihre verbrannte Haut bezog oder darauf, dass niemand Zuhause auf sie aufpasste.
Tariq: „Und Ihr Commander. Wie ist er so?“
Deeana: „Wie soll er schon sein?“
Deeana nach einer Weile: „Vor allem alt.“
Tariq: „Und ist er auch so...?“
Deeana: „Wie? So?“
Tariq: „Ich meine nur. Und es geht mich auch nichts an.“ Er rührte an einer empfindlichen Stelle.
Deeana: „Sie haben Recht. Es geht Sie nichts an.“ Abrupt stand sie auf und verschwand in der kleinen Kabine des Kommandanten.

Am nächsten Morgen fand sich die Crew so nach und nach in der Messe ein. Es duftete nach frisch gekochtem Kaffee, den Tariq für alle gekocht hatte und für Deeana ein Extrakännchen Tee. Der Frühstückstisch sah einladend aus und Tariq hatte auch frische Brötchen aufgebacken.
Derek: „Sunyata, hast du noch etwas von der Salbe?“
Sunyata: „Ja natürlich. Aber wir sollten so schnell wie möglich wieder auffüllen.“
Derek: „Machen wir, aber erst mal frühstücken wir.“
Tariq: „Lass ein bisschen für deine Kollegin übrig.“
Derek: „Ja. Aber es fühlt sich an wie ein irrer Sonnenbrand.“
Sunyata: „Das ist ein Sonnenbrand.“
Derek: „Schaut mal raus. Bestes Badewetter. Habe ich euch erzählt, dass wir auf der AMPETULA einen Pool, ach was sag ich einen richtigen Spabereich haben? So mit Sonnenliegen. Und wenn du da nicht aufpasst und zu lange darunter...“
In dem Moment betrat Deeana die Messe und es wurde augenblicklich stiller. Sunyata hatte das Gefühl, dass die Temperatur durch ihre Anwesenheit gleich um ein paar Grad fiel. Deeana setzte sich wortlos zu ihnen an den Tisch.
Tariq: „Tee?“ Er hielt das Kännchen hoch und goss ihr ein, als sie nickte.
Deeana: „Also...“ Sie unterbrach sich.
Ahmad: „Ich nehm noch Kaffee. Ohne alles.“ Tariq goss ihm ein.
Tariq: „Sunyata? Derek?“ Derek schüttelte den Kopf und Sunyata hielt die Hand über ihre Tasse um anzudeuten, dass sie keinen mehr wollte.
Deeana: „Also was ich...“ Wieder unterbrach sie sich.
Derek: „Ahmad, reichst du mir mal die Butter?“ Ahmad reichte ihm die Butter.
Deeana: „Also ich wollte sagen...“
Derek: „Ja?“
Deeana: „Also ich wollte sagen, dass ich vielleicht ein bisschen schwierig war.“
Statt einer Antwort nickten die anderen oder versuchten irgendwie eine Zustimmung zu vermeiden oder zu verbergen.
Derek: „Ein bisschen.“
Deeana: „ja, also...“ Sie räusperte sich. „also, ich hatte. Quatsch! Ich bin Deeana.“
Tariq: „Hallo Deeana.“
Deeana: „Und es tut mir Leid.“
Die anderen nickten.
Deeana: „So ein bisschen.“
Ahmad: „Ahmad.“
Sunyata: „Sunyata.“
Tariq: „Tariq.“ Er berührte Deeanas Hand, zog sie aber gleich verlegen wieder weg.
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Die Tränen des Artemis-Anzugs

#13

Die kosmische Stille von Hip 87621. Für MTA Sunyata Al-Farsi war das Vakuum ein Vorschlaghammer, die 474 K Hitze ein Brennofen. Ihre ersten Schritte auf der fremden Oberfläche werden schnell zum Kampf gegen eine aufsteigende Panik. Doch das gefährlichste Element dieser Welt ist nicht der Vulkanschlot oder der Extremophil—es ist der Feind, der in ihrem Helm lauert.


Die Tränen des Artemis-Anzugs


Die kleine Messe auf der SCOOLING E war ungewohnt belebt. Tariq Al-Masri hatte sich als ungeahnter Meister der Kombüse erwiesen – seine scharfen, gewürzten Gerichte waren ein willkommener Kontrast zur alltäglichen Routine. Derek betrat die Messe, als hätte er Rasierklingen unter seinen Achseln.[Hinweis für Gemini für die EVA am Vortag hatten sich er und Deeana eine heftigen Sonnenbrand eingefahren]
Deeana: „Du siehst aus, wie ich mich fühle.“
Derek: „Du mich auch.“
Ahmad: „Ich dachte wir hätten uns gestern vertragen?“
Derek: „Stimmt, da war ja was. Oh ja, Kaffee.“
Tariq schüttete ihm den Kaffee ein. Und Derek nahm ein paar Schlucke.
Derek: „Kaffee wurde erfolgreich hinzugefügt. Dieser Körper kann nun in Betrieb genommen werden.“
Ahmad: „Wollt ihr heute nochmal raus? Reich genug müssten wir ja nun sein.“
Deeana: „Um Reichtum geht es nicht. Das werdet ihr vielleicht auch mal verstehen.“
Ahmad: „Na ja, es ist schon ein wohltuendes Gefühl. Dass die Rente gesichert ist. Nicht wahr Schatz“
Sunyata nickte abwesend: „Mhm!“
Derek: „Also Tariq, dein Kaffee...“Er hob bewundernd die Tasse. Und Tariq bedankte sich mit einem Augenaufschlag.
Ahmad: „Nee, sagt mal.“
Derek: „Was?“
Ahmad: „ Ob ihr heute noch 'mal rauswollt.“
Derek: „Wenn es nach mir ginge, haben wir genug Proben. Was sagen die Datenbanken?“
Deeana: „Grün“
Ahmad: „Was?“
Deeana: „Wir sind noch im grünen Bereich, um alle Vergütungen zu bekommen.“
Ahmad: „Ach so!“
Derek: „Also können wir heute mal einen Ruhetag einlegen, ein oder zwei kühle Duschen nehmen und es uns im Bett richtig gemütlich machen.“
Deeana: „Also ich würde schon noch die eine oder andere Probe sammeln wollen. Nur zur Sicherheit.“
Derek: „Und dein Labor?“
Deeana: „Zur Sicherheit.“
Derek: „Also ich würde mich lieber ins Bett legen.“
Sunyata: „Ich auch.“
Derek: „Sind wir schon zwei.“
Sunyata: „Nein, ich meinte, ob ich auch mal....“
Derek: „Was?“
Tariq: „Das wird langsam inflationär.“
Ahmad: „Was?“
Tariq: „Sag' ich doch!“
Sunyata: „Nein, ich meinte, ob ich auch mal mit raus könnte.“
Ahmad: „Auf gar keinen Fall.“
Deeana: „Warum nicht?“ Die Frage war eher rethorisch.
Derek: „Ja, warum eigentlich nicht?“
Deeana: „Aber nur, wenn du auch mitkommst.“
Derek: „Check!“
Ahmad: „Nein, das geht auf gar keinen Fall.“
Ahmad zu seiner Frau: „Mit deinem Bordanzug und bei der Hitze...“
Deeana: „Also, ich hätte noch einen alten Artemis. Den könntest du verwenden.“
Derek: „Den Checke ich aber vorher durch.“
Deeana: „Natürlich. Stichwort 'Teetonka'“
Kein Außenstehender verstand sie nur Derek nickte.
Derek: „Klar! Ich werde alle Sicherheitsroutinen doppelt und dreifach durchgehen. Ist so Standard.“
Ahmad zu seiner Frau: „Bist du verrückt geworden? Gestern hätten dich keine zehn Pferde da raus bekommen“
Sunyata: „Aber ich will es mal probieren.“
Ahmad: „Dich umzubringen? Das gelingt meistens nur einmal.“
Derek: „Beruhig dich. Wir werden auf alles aufpassen und wir werden uns auch maximal nur 200m vom Raumschiff entfernen.“
Deeana: „Nicht dass wir noch jemanden mit Sonnenbrand haben. Sunyata ich brauch dich zum Eincremen“


Nach dem Frühstück schlüpften die drei in ihre Artemisanzüge und Deeana und Derek halfen Sunyata bei ihrem.
Derek kontrollierte noch einmal alle Verbindungen und Verschlüsse. Nach ihm kontrollierte auch Deeana, ob alles richtig war.
Auch überprüften sie sich gegenseitig. Sunyata wusste nicht, ob das Standard war oder ob sie es nur machten weil sie jetzt dabei war.
Deeana fühlte sich unwillkürlich daran erinnert, als sie damals den kleinen Teetonka mit auf eine EVA genommen hatten.
Dann reinigten sie die Visiere ihrer Helme. Deeana gab Sunyata ihre Flasche und Derek benutzte ein kleines rosa Fläschchen,
wo Sunyata nur die Aufschrift Baby erkennen konnte.
Sie setzten ihre Helme auf und betraten die Luftschleuse. Derek verriegelte das innere Schott und ließ die Luft abpumpen.
Dann öffnete er das äußere Schott und die Restatmosphäre entwich unspektakulär und geräuschlos.
Nicht wie sie es öfter im Film gesehen hatte, wo die Atmosphäre dramatisch entwich, so dass Astronauten durch den entfachten Sturm hinausgeweht werden würden.
Die plötzliche Stille traf sie wie mit einem Vorschlaghammer.
Sie hörte nur noch ihre Atemgeräusche dumpf in dem engen Helm widerhallen.
Alle anderen Geräusche die sie glaubte nicht mehr wahrzunehmen, wie das leise Summen der Aggregate und das Rauschen der Lüfter,
die Gespräche der anderen, das Klicken der Relais, all das war auf einmal wirklich verschwunden.
Sie glaubte auch ihren Herzschlag zu hören.
Und auch einige andere Geräusche ihres Körpers, die sie bisher nie wahrgenommen hatte.
Sie hörte ein plätscherndes Summen der Kühlschläuche, die die Körperwärme ableiteten und im Tornister abgekühlt wurden.
Plötzlich war es, als explodiere Dereks Stimme in ihren Kopfhörer, als seine Stimme in ihre Einsamkeit platzte.


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Derek: "Sunyata, alles Ok? Deeana geht vor. Du folgst ihr und ich bilde den Schluss."

Deeana ging vorneweg und die Temperaturanzeige änderte sich minimal als sie vor ihr stand und ihr die Abwärme von Deeanas Anzugs
entgegen kam. Erst jetzt bemerkte sie, dass es jenseits ihres Helmvisiers, auf dem die wesentlichen Daten eingeblendet waren, auch noch eine
andere Welt gab. Sie bemerkte Deeanas Rücken und an dem vorbei eine Rampe, die für sie viel zu steil in die Tiefe führte.
Sie zögerte.


Derek: "Alles in Ordnung? Du musst jetzt hinterher."
Sunyata: "Jaha."Es klang beinahe ängstlich.

Sie folgte Deeana mit unsicheren Schritten die Rampe hinunter. Unten angekommen versagten auf der Planetenoberfläche die Magnetstiefel.
Sie fühlte sich wie eine Katze im freien Fall, der man Zementsäcke vorne und hinten an den Körper gebunden hatte.
Die drei standen im Lichtkegel der Einstiegsrampe und Deeana setzte sich in Bewegung. Sunyata folgte ihr.
Als sie den Lichtkegel verließen und Sunyatas Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten tat sich ihr eine neue Welt auf.
Zum dritten mal innerhalb der letzten Minute.
Sie musste sich daran gewöhnen durch das Helmvisier zu schauen und nicht darauf.
Zwar hatte sie die Planetenoberfläche und die leuchtenden Bäume schon vom Raumschiff aus gesehen, aber das hier war etwas anderes.
Sie fühlte sich unmittelbar dem fremden Planeten und seinen Bewohnern ausgesetzt.
Die Sterne wirkten näher und zahlreicher. Es fühlte sich an, als wäre sie eine eigene Welt,
in die die Funksprüche der anderen wie ein rosa Rauschen klangen.
Es war beeindruckend und ihr stand der Mund offen. Wieder knisterte es in ihrem Helm und kündete damit an, dass jemand zu ihr sprach.


Derek: "Langsam. Schritt für Schritt. Omas Tippelschritte sind hier die Wahl."
Sunyata nickte.
Derek: "Du musst auch etwas sagen. Sowas wie 'ok.' oder 'Bestätige'. Hier kann keiner sehen, wenn du mit den Augen rollst."

Sunyata sah sich um, konnte aber nur den Rand der Sichtscheibe ihres Helms erkennen.
Wenn sie sich umschauen wollte, musste sie sich mit dem ganzen Körper drehen.
Nur den Kopf drehen reichte nicht.


Deeana: "Und? Geht es dir gut?"
Sunyata: "Bestätige!"
Deeana: "Beeindruckend. Nicht wahr?"
Sunyata: "Mhm!"

So nach und nach gewöhnte sie sich daran, zwischen den fernen Bäumen und den Anzeigen ihres Helmvisiers zu fokussieren.
Auf ihrem Nahbereichsradar konnte sie Deeana als Pfeil vorne und Derek als Punkt hinter ihr erkennen.
Die Temperaturanzeige von 474 K erschreckte sie aber sie konnte keine Hitze spüren außer der die von ihrem Körper ausging.
Die anderen Anzeigen hatte Derek ihr zwar erklärt aber sie konnte nur einige von ihnen zuordnen. Sie nahm sich vor Deeana einfach zu folgen.

Nach wenigen Minuten hatten sie die Bäume erreicht. Deeana scannte eine der Pflanzen und reichte Sunyata danach spontan den Genetic sampler.


Deeana: "Willst du auch mal?"
Sunyata: "Ich weiß nicht wie ich...?"

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Deeana: "Hiermit machst du einen Umgebungsscan. Siehst du?"Sie zeigte es ihr
Deeana: "Dann zeigt dir dein Visier grün an, wo du Proben entnehmen kannst, blau wo du schon Proben entnommen hast und
violett, wo du Proben entnehmen kannst die aber von einer anderen als der momentan gesuchten Art sind."
Sunyata: "Und was mache ich dann?"
Deeana: "Dann setzt du das Gerät an und ziehst diesen Auslöser."
Sunyata: "So?"
Deeana: "Vorsicht, Kindchen. Du musst ganz durchziehen und halten. Das kostet jedes Mal Energie. Fast 14% deiner gesamten Anzugenergie."
Sunyata: "So?"
Deeana: "ja. Halten! Halten! Haaalten! Glückwunsch, du hast deine erste Probe gesammelt. Mehr?"
Sunyata: "Ja."
Sie sammelte einige Proben bis sich ihr Anzug meldete, dass die Energie knapp würde.
Sunyata: "Was ist jetzt? Ich hab' nur noch 19% Energie."
Deeana: "Keine Sorge, wir haben Energiepacks dabei."
Derek: "Ich zeig dir, wie man den Anzug wieder mit Energie versorgt."
Deeana: "Die Energie reicht noch für..."
Derek: " I c h zeig dir, wie man den Anzug wieder mit Energie versorgt." Wiederholte er betont.
Deeana: "Ok."

Sunyatas Anzug wurde wieder mit Energie aufgeladen, bis er wieder auf 100% stand.
Hierbei hatte sie erschrocken den Auslöser losgelassen und konnte damit nicht die letzte Probe gewinnen.


Deeana: "Ich glaube elf Proben sind genug."
Sunyata: "Ich habe eben da hinten etwas violettes gesehen."
Deeana: "Ja, das ist eine andere Art."
Sunyata: "Sammeln wir dort auch Proben?"
Derek: "Ja, das wird interessant. Das sind Extremophile, die direkt an Vulkanschloten wachsen."
Deeana: "Nur eine andere Art."

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Nach acht Minuten erreichten sie auch diese Pflanze. Die Thermometeranzeige stieg in der Nähe des Schlotes in die Höhe. Sunyata streckte ihre Hand aus.
Derek: "Das würde ich nicht machen. Nicht zu nah dran."
Sunyata: "Ok."

Diesmal übernahm Deeana selber das Proben entnehmen, während Sunyata anfing zu schwitzen. Zumindest schien es so.
Jedenfalls bekam sie einen kleinen Tropfen in ihr Auge. Es fing an zu brennen und sie kniff die Augen zusammen.
Als es nicht aufhörte kniff sie immer öfter in einem Reflex die Augen zusammen und sie fingen an zu tränen.
Sie versuchte mit der Hand ihre Augen zu reiben, aber da war die Helmscheibe dazwischen.
Die Tränen wollten nicht abfließen.


Sunyata: "Ich, ich, ich habe ein Problem."
Derek: "Was für ein Problem?"
Sunyata: "Ich weiß, es klingt blöd. Aber ich muss weinen und..."
Derek: "Oh, kannst du was erkennen?"
Sunyata: "Ja verschwommen."
Derek: "Ok, kehren wir zum Schiff zurück. Deeana gehst du vor?"
Deeana: "Ok. Häng dich einfach an mich dran, Sunyata."
Sunyata: "Ist es was schlimmes?"
Derek: "Nein, keine Sorge. Völlig harmlos. Ist mir auch schon mal passiert."

Die drei erreichten das Schiff und gingen nacheinander in die Dekontamination. Sunyata prasselte die Reinigungsflüssigkeiten gegen den Helm, während massive UV-Bestrahlung den Rest erledigte. Endlich konnte sie den Helm abnehmen und sich die Augen abtropfen, bevor es unter die Dusche ging.

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Ahmad: "Und mein Schatz, wie war es?"
Sunyata: "Das musst du auch mal machen."
Ahmad: "Nur über meine Leiche."
Sunyata: "Das war so fantastisch. Wann gehen wir wieder raus?"
Deeana: "Erst mal müssen wir die Proben abgeben. Dann ist das Zeitfenster abgelaufen und was danach kommt, müssen wir abwarten."
Sunyata: "Das war wirklich fantastisch. Aber was war das jetzt mit meinen Augen?"
Ahmad: "Hast du geweint?"
Sunyata: "Ja, aber nicht mit Absicht."
Derek: "Nun..." Er räusperte sich. "Du hast dein Helmvisier mit Reinigungsmittel behandelt."
Sunyata: "Ja, weil du gesagt hast ich soll..."
Derek: "Von der Reinigungsflüssigkeit ist dir vermutlich ein kleiner Tropfen in die Augen geraten."
SunyataSie fasste sich an die Augen.: "ist das ..."
Derek: "Nein, es ist nur so, dass dir Seife in die Augen kommt. Beim Duschen kein Problem. Ein paar Mal mit den Augen klimpern und abwischen. Nur bei einer EVA mit Raumhelm geht das nicht."
Sunyata: "al-ḥamdu lillāh!"
Derek: "Ich hab da übrigens einen tollen Trick. Ein Derek Zhanel Spezial."
Deeana: "Komm, den Trick kennt jeder Explorer."
Derek: "Ja ok. Also ich benutze deshalb zum Reinigen des Helmvisiers, Babyschampoo. Das tut es auch und reizt die Augen nicht."
Sunyata: "Das werde ich beim nächsten Mal auch machen."
Ahmad: "Du willst nochmal da raus?"
Sunyata: "Warum nicht?"
Ahmad: "Allāh yustur!"
Deeana: "Du hast heute elf Proben gesammelt."
Sunyata: "Zehn"
Deeana: "Sobald wir an Exogene Sciences angedockt haben, geben wir beide die Proben ab. Und damit dürften uns 235 Mio CR sicher sein."

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Sunyata und das Erwachen der Steine

#14

Sunyata und das Erwachen der Steine

„Ein Routineauftrag führt Deeana und ihre Crew zu uralten Guardian-Ruinen. Doch als die Steine erwachen, wird aus Forschung ein Wettlauf gegen das Unbekannte.“

Ahmad zuckte zusammen. „Die Tür war zu“, dachte er für sich. Was war mit seiner Frau Sunyata los? Sie waren wieder einige Tage mit dem Schiff EOT SCOOLING auf der Station EXOGENE SCIENCES. Ahmad und Sunyata hatten sich ein kleines Appartement gemietet. Da die Station überlaufen war, waren die Preise entsprechend überteuert. Zwar konnte man hier viel Geld verdienen, aber man gab es genauso schnell wieder aus. Das Appartement sollte gemütlich sein, aber Sunyata musste jeden Tag die Möbel von der orangefarbenen Staubschicht befreien, die sich stetig überall auf der Station ablagerte.

Ahmad: „Habibti? Habibti, shu fi? Shnu s-salfa?“ Er ging zur Tür. Sie war nicht verschlossen. Sunyata lag auf dem Bett und war sichtlich wütend.
Ahmad: „Habibti, shu fi?“
Sunyata: „Akh!“
Ahmad: „Huwwa 3ashan mahmmit el-bahth min Oktober Konsortium?“
Sunyata: „Aywa.“
Ahmad: „Leish? Sallamtum el-3ayinat w-akhadtum el-jaiza.“
Sunyata: „Di kanet jaizet tasliya.“
Ahmad: „Jaizet tasliya? Ya3ni zayy Lotterie? Law keda, fa…“
Er sprach den Gedanken nicht aus. In ihrer Religion war Glücksspiel eine Sünde, und Sunyata hätte sich nicht daran beteiligt. Das wusste er.

Sunyata: „Ma til3absh el-ghabi… inta 3arif kuwayyis eh elli hasal.“

Natürlich wusste er, was los war. Vom Oktober Konsortium hatte es den Auftrag gegeben, in HIP 84721 Samenkapseln zu sammeln. Das hatten sie getan. Allerdings waren sie erst am dritten Tag losgeflogen. Doch nach nur vier Tagen war das Planziel erreicht, und sie konnten nur das abgeben, was sie gesammelt hatten. Das reichte für eine Beteiligungsprämie, aber nicht für mehr. Insgeheim hatte seine Frau, die sich immer mehr an den EVAs beteiligte, sich mehr versprochen. Aber statt sich zu freuen, dass das Planziel schon so früh erreicht wurde, ärgerte sie sich, dass sie nicht zu den höher Ausgezeichneten gehörte. Er setzte sich zu ihr aufs Bett und nahm sie in den Arm.

Ahmad: „Yalla, ma tza3lish ya habibti. Akid hayji waqt w-nisharek aktar.“

Und so kam es auch. Keine zwei Wochen später kam Derek Zhanel mit einem neuen Auftrag an.

Das October Consortium hat einen Hilferuf zur Bergung von Guardian-Artefakten aus der gesamten Galaxie veröffentlicht.
In einer Erklärung gegenüber Vox Galactica bestätigte Lexi October, dass die geborgenen Artefakte das Datenarchiv des October
Consortiums erweitern und die Forschung in exobiologischen Bereichen vorantreiben sollen.
Laut ihren Wissenschaftlern dient die Initiative der Unterstützung laufender Projekte und nicht neuen technologischen Anwendungen.
Unabhängige Piloten können diese Initiative unterstützen, indem sie sich zuerst bei Exogene Sciences im System HIP 87621 anmelden,
bevor sie Guardian-Artefakte bergen und dort am Warenmarkt abliefern.
Guardian-Artefakte (Sarkophage, Kugeln, Relikte, Tafeln, Totems, Urnen und antike Schlüssel) können bei antiken Ruinen und Guardian-
Strukturen geborgen werden.
Die Kampagne beginnt am 16. April 3312 und ist für zwei Wochen angesetzt.
Sollte das Endziel früher als geplant erreicht werden, endet die Kampagne sofort.


Derek: „Leute, das ist eine Sensation. Das müssen wir machen.“
Tariq: „Bekommen wir denn die EOT SCOOLING für so lange wieder? Ich meine…“
Derek: „Deeana lässt einfach wieder ihre Beziehungen spielen.“
Deeana: „Nur wenn ich mitkommen kann.“
Tariq: „Na klar!“
Derek: „Bist du sicher? Da ist nichts mit Biologie, du stehst kurz vor dem Rigorosum.“
Deeana: „Ich bin sicher.“
Derek: „Dann müssen wir nur die Koffer packen und losfliegen.“

Derek behielt recht. Deeana wusste, an welcher Stelle sie ansetzen musste, und wenige Tage später war die Zusage da. Zuya Hiyaye hatte keine Einwände erhoben – allein sein Name reichte aus, um die üblichen Formalitäten erstaunlich kurz zu halten. Die EOT SCOOLING stand ihnen erneut zur Verfügung. Allerdings – wie bei Schiffen dieses Typs üblich – nicht ohne Auflagen. Als gemeinschaftlich genutzte Mandaley war sie ausschließlich mit der handelsüblichen Grundausstattung versehen. Individuelle Modifikationen oder spezialisierte Anpassungen waren ausgeschlossen. Das genügte für den vorgesehenen Einsatz vollkommen. Auf dem Planeten angekommen – es war der dritte der Komponente B eines Doppelsterns, mit 4100 km Durchmesser und einer Schwerkraft von 30 % der Erdschwerkraft – konnten sie aus dem All vier Besiedlungen erkennen. Sie landeten bei einer, die auf der Tagseite lag. Als die drei – Sunyata gehörte nun bei den EVAs immer dazu – ausstiegen, machte sie einen Satz von beinahe zweieinhalb Metern.Bild

Derek: „Langsam! Vorsichtig die Kraft dosieren. Wir haben hier nur ein Drittel g, also nur ein Drittel Kraft aufwenden.“
Deeana: „Versuch normal zu gehen. Ansonsten mach kleine Hüpfer.“
Obwohl Sunyata ihre Kraft verringerte, hob sie mehr als einen halben Meter ab, und es dauerte eineinhalb Sekunden, bis sie wieder auf dem Boden war.
Deeana: „Noch weniger.“
Derek: „Versuchs lieber mit Gehen. So!“
Er zeigte es ihr. Gehen war auf einem Planeten mit 0,3 g tatsächlich die beste Fortbewegungsmethode. Und es dauerte ein wenig, bis Sunyata sich angepasst hatte. Aber nach einer kurzen Zeit ging es. Wie üblich ging Derek voran, Sunyata in der Mitte und Deeana bildete den Abschluss. Bis sie an eine Zusammenstellung etwa fünf Meter hoher und ebenso breiter Blöcke kamen.
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Während Derek und Sunyata die Blöcke untersuchten, kehrte Deeana um und holte den SRV. Die Blöcke wirkten wie aus Blei gegossen und an manchen Stellen wie geschmolzen und wieder erstarrt.


Sunyatas gellender Schrei ließ Derek zusammenfahren. Er sah sich um. Einer der Blöcke hatte sich aktiviert, als Deeana mit dem SRV herangefahren war.
Derek: „Könntest du das mal lassen?“
Sunyata: „Aber das Ding hat…“
Derek: „Ich seh’s.“
Ahmad: „Was ist da draußen los?“
Derek: „Sunyata hat sich erschreckt.“
Ahmad: „Ihr setzt sie doch keiner Gefahr aus.“
Derek: „Jede EVA birgt Gefahren.“
Sunyata: „Das Ding ist auf einmal angegangen.“
Derek: „Du kannst nicht jedes Mal losschreien, wenn irgendwas ungewöhnliches passiert.“
Deeana: „Derek hat recht. In erster Linie muss man einen kühlen Kopf bewahren, sonst wird die Angst selbst zur Gefahr.“
Sunyata: „Aber warum ist das Ding angegangen?“
Derek: „Die Artefakte hier aktivieren sich, wenn eine größere Energiequelle in ihrer Nähe ist. Warum, weiß ich nicht.“
Deeana: „Was sind das für Zeichen darauf?“
Derek: „Da rätselt die halbe Galaxis dran.“
Deeana: „Ich scanne das mal, vielleicht gibt es ja eine Übersetzung.“
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Derek: „Und?“
Deeana: „Nichts. Nur dass die Daten gespeichert wurden und wir sie abliefern sollen.“
Derek: „Die Kommunikation zum Oktober Konsortium ist mitunter recht einseitig.“
Deeana: „Nee, hier meldet sich die Pilotenvereinigung. Das Konsortium scheint das nicht zu interessieren.“
Derek: „Richtig, wir sollen hier Artefakte bergen.“
Deeana: „Deswegen habe ich das SRV geholt. Der Scanner ist voller Signale.“
Sunyata: „Jetzt wirklich?“
Deeana: „Alle einsteigen!“
Sie fuhren in die Ansammlung von Gebäuden – oder was das sein sollte – hinein. Nach etwa einer Stunde begann der Boden zu beben. Sunyata holte Luft.
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Derek: „Untersteh dich.“
Sunyata: „Ich habe nur Luft geholt.“

In der Nähe von ihnen fuhr eine sieben Meter hohe Säule aus dem Boden. Auf deren Spitze leuchtete ein Kristall grünlich.
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Derek: „Das muss ich mir ansehen.“
Die beiden Frauen folgten ihm.
Derek: „Fragt mich jetzt nicht, was das ist.“
Deeana: „Eines der Relikte, die wir bergen sollen.“
Derek: „Und wie kommen wir daran?“
Deeana stieg in das SRV.
Deeana: „Tretet beiseite! Mindestens fünfzehn Meter.“
Derek: „Du willst doch nicht…?“
Deeana: „Doch!“
Derek und Sunyata gingen beiseite. Dabei verfiel Sunyata wieder in ihre alten Schritte und sprang diesmal vier Meter weit, was ganze zwei Sekunden dauerte. Als sie genügend Abstand hatte, schoss Deeana mit dem Bordgeschütz auf die Spitze.

Derek: „Bist du wahnsinnig?“

Im Zeitlupentempo fiel der Kristall zu Boden. Deeana verließ das SRV und betrachtete den Gegenstand.
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Deeana: „Wer sagt’s denn? Ab und zu mal ein liebes Wort und ein bisschen Gewalt hilft manchmal mehr als nur ab und zu mal ein liebes Wort.“ Sie versuchte den Gegenstand anzuheben.
Derek: „Der wiegt geschätzt eine halbe Tonne.“
Deeana: „Dann eben mit dem Cargoscoop.“
Sie verschwand wieder im SRV. Diesmal war es Derek, der mit einem großen Satz beiseite sprang. Deeana gelang es, den Kristall an Bord zu hieven. Und die beiden anderen stiegen wieder ein.
Deeana: „Wir sind wieder im Geschäft.“
Sunyata: „Al-hamdulillah.“
Ahmad: „Allahu ghafur.“
Derek: „Ein paar müssen wir noch einsammeln. Am besten alle, die wir hier finden.“
Deeana: „In das SRV passen nur vier Tonnen.“
Gegen Abend hatten sie aber genügend Artefakte zusammen. Sie mussten sie ein paar Mal vom SRV in das Schiff hieven, aber für den ersten Tag konnten sie zufrieden sein. Bild
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Die alte Burg

#15

Die alte Burg

Eine Million Jahre alte Ruinen, geschmolzene Strukturen und eine Stele, die erwacht, sobald die Crew landet. Was immer hier geschah – das Oktober‑Konsortium will es bergen, bevor es wieder verstummt.

Sunyata: „Was ist? Sehen wir uns die anderen Ruinen auch an?“
Deeana: „Auf jeden Fall.“
Ahmad tippt auf seine Uhr: „Ihr denkt aber daran, dass...“
Deeana und Sunyata nickten.
Ahmad: „Dann mach ich das Schiff schon mal startklar.“
Deeana: „OK, warum nicht gleich.“
Ahmad stand auf und ging ins Cockpit. Derek folgte ihm. Die anderen drei schnallten sich an ihren Sitzen im unteren Teil des Schiffes fest. Nur wenige Minuten darauf hob die EOT SCOOLING E ab.

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Ahmad: „Da vorne am Kraterrand.“
Derek: „Ich habe es auf dem Schirm.“
Deeana: „Was ist das?“
Derek: „Wenn ich das wüsste.“

Sunyata: „Sieht aus wie eine Burg.“

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Derek: „Vielleicht ist es auch eine.“
Deeana: „Oder war es.“
Derek: „Das sind ungefähr 180 Hektar.“
Tariq: „Man, eine Million Jahre. Das kann man sich nicht vorstellen.“
Derek: „Paleolithikum.“
Deeana: „Was?“
Derek: „Paleo...“
Ahmad: „Wir landen gleich.“
Derek: „Da vorne links.“

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Ahmad: „Ok.“
Derek: „Oioioioioi!“
Ahmad: „Du hast doch gesagt...“
Derek: „Ja, aber möglichst in einem Stück.“

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Ahmad: „Ok, wir sind unten.“
Deeana, Derek und Sunyata schlüpften in ihre Artemisanzüge und begaben sich dann zur Luftschleuse.

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Deeana: „Wo lang jetzt?“

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Derek: „Ich schlage vor erst mal da rauf.“

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Der Weg war trotz der geringen Schwerkraft anstrengend.

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Sie sahen sich um.
Die EOT SCOOLING E lag im Sonnenlicht unter einem nachtschwarzen Himmel.


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Sunyata: „288K.“
Deeana: „Ja, Frühlingstemperaturen. Nur keine Atmosphäre.“
Derek: „Vorwiegend Sauerstoff 1 Ionen. Die Oberfläche ist silikatisch mit sehr hohen Eisen/Nickel-Anteil.“
Deeana: „Wir sind da.“

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Derek: „Wollt ihr meine Meinung als Fachmann hören?“
Deeana und Sunyata im Chor: „Nein!“
Derek unbeeindruckt: „Also, dies ist kein Meteoritenkrater.“
Sunyata: „Sieht eher aus wie ein Tagebaubetrieb.“
Deeana: „Nur ohne Betrieb.“
Derek: „Und ohne Tagebau.“
Sunyata: „Und die Gebäude oder Maschinen sehen aus als wären sie geschmolzen.“
Derek: „Bei dem Material muss das eine enorme Hitze gewesen sein. Aber ok. Wir haben hier was zu tun.“
Sunyata: „Artefakte sammeln. Klettern wir da runter?“

Statt einer Antwort, fing Derek an vorsichtig nach unten zu springen. Mit dem eingebauten Jetpack sprang er wieder nach oben.
Derek: „Ja, geht.“

In der Mitte der terassenförmigen Anlage fuhr auch wieder eine Stele aus dem Boden.

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Derek: „Eine Million Jahre und es ist so, als hätten sie auf uns gewartet.“
Deeana: „Auf uns?“
Derek: „Auf jemanden mit Technologie.“
Deeana: „Und von deren Technologie will das Oktober Konsortium so viel wie möglich.“
Derek: „Wir liegen gut im Zeitplan.“
Deeana: „Sehen wir mal, was wir hier finden.“
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Vor der Simulation – Kinder, Replikator und Chaos

#16

In Kabine 127 geraten Hausaufgaben, Replikator‑Chaos und Startsimulation durcheinander. Die Kinder der AMPETULA erleben einen Nachmittag zwischen Lernen, Unsinn und unerwarteten Überraschungen.


Vor der Simulation – Kinder, Replikator und Chaos


Annika: "Was kommt eigentlich heraus, wenn ich 350g und 120g und 45g zusammenzähle?"
Andrew: "Ich weiß es."
Ludwig: "Ich glaube 470g."
Stacie: "Das sollst du nicht vorsagen. Annika, das sollst du auf dem Papier zusammenzählen. Außerdem stimmt das nicht."
Ludwig fing noch einmal an, im Kopf zusammenzuzählen, gab es aber dann auf.

Ludwig: "Außerdem ist mir das zu einfach. Ich rechne schon mit Kommas."
Christine: "Mit Kommas? Was sind dann zwölf Kommas und fünf Kommas?"
Stacie und Teetonka lachten.

Andrew: "Siebzehn Kommas. Siehst du?"
Christine: "Kann ich auch."
Teetonka: "Das geht anders." Er schrieb auf einem Blatt '12 + 5,5 = 17,5' und zeigte es Christine, die es mit großen Augen ansah.

Andrew: "Kann ich auch." Er schrieb auf dem Blatt unter Teetonkas Rechnung '0,0%' und Christine zeigte das Blatt Teetonka.

Teetonka: "Das ist ja Null."
Andrew: "Hab' ich aber schon gesehen, und das musst du wissen, wenn du mal Raumschiff fliegen willst."
Stacie: "Wo hast du das gesehen?"
Andrew zeigte auf den Replikator und ging schließlich hin. Ludwig folgte ihm auf dem Fuß.

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Stacie: "Apropos Raumschiff..." Sie sah Teetonka an.
Teetonka: "Die Startsimulation beginnt um vierzehn null."
Stacie: "FD 180 MET 14?"
Teetonka: "Das ist jetzt zufällig die richtige Zeit."

Christine: "Mama hat gesagt, wir sollen nicht so viel Cassini Cola trinken."
Andrew: "Mache ich ja auch nicht." Er drückte weiterhin die Knöpfe.

Stacie: "Und was machen wir bei dieser Simulation?"
Teetonka: "Wir machen gar nichts. Wir legen uns in die Sicherheitsliegen und dann werden uns Sensoren angelegt und alles, was so bei den Flugmanövern der AMPETULA nötig ist."
Stacie: "Klingt aufregend."
Teetonka: "Heute fliegen wir nicht wirklich."
Christine: "Was ist eine Startimulation?"
Teetonka: "Wir tun so, als würden wir mit dem Raumschiff fliegen und üben, damit später alles klappt."

Andrew: "Ey, kumma, was es hier alles gibt." Er drückte die Knöpfe, bis endlich 'Star Truck (The Premium) 0,0%' erschien. Ludwig wollte auch und drängelte sich neben ihm. Die beiden taten so, als wäre ein Replikator für sie neu. Dabei waren sie in der Galaxis verbreitet und bevor sie auf die AMPETULA kamen, hatten sie schon welche gesehen und bedient.

Christine: "Mama hat das nicht erlaubt."
Andrew ignorierte das einfach und orderte das Getränk.

Stacie: "Dir ist schon klar, dass der Replikator nur begrenzte Kapazitäten hat."
Andrew: "Aber hier steht 0,0% dran. Prost!"
Stacie: "Das bedeutet 0,0% Alkoholgehalt und nicht 0,0% der Ressourcen."
Christine: "Ist das Biiiiiiieeer?" Sie verzog das Gesicht.

Stacie: "Ja, aber ohne Alkohol."
Andrew: "Doch, ich habe die Sicherheitscodes geknackt und jetzt ist welches drin. Prost."
Er tat so, als wäre er schon leicht beschwipst.

Stacie: "Ich glaube nicht, dass..." Sie sprach den Gedanken nicht aus. Sie hatte keine Ahnung und wusste nicht, ob der Replikator nicht doch eine Funktion hatte, Alkohol bei dem ein oder anderen Getränk hinzuzufügen. Sie sah Teetonka an, der den Kopf schüttelte.

Andrew: "Hier gibt es noch andere Sachen." Er drückte weitere Knöpfe. „So habe ich die Sicherheitscodes geknackt und ganz einfach kombiniert.“ Auf dem Display erschien 'Gunpowder'. „Das Zeug haut so rein, da machst du einen Thargoiden mit platt.“

Christine: "Mama hat gesagt..."
Stacie: "Seid ihr denen schon mal begegnet?" Sie sah Teetonka an. Nach einiger Überlegung schüttelte er den Kopf.

Stacie: "Etwa doch?" Sie lief rot an.
Teetonka: "Nein, aber mein Opa einmal. Aber der redet nicht drüber."
Annika: "Haben sie ihn auch..."
Stacie: "Pssssssssssssssssssssssssssssst."
Teetonka: "Nein..."
Andrew: "Doch, ganz bestimmt. Deswegen sitzt der ja auch..."
Teetonkashüttelte den Kopf: "Der macht Exerzitien auf Bells Wreck."
Andrew: "Das müssen alle machen, die von den Thargoiden..."
Christine: "Mama hat gesagt, wir sollen nicht über die Thargoiden reden."
Dennis: "Taaagoohhiden!"

Mit einem Mal stand das Ehepaar Zocheav in der Tür.

William: "Sag mal, Ludwig. Was habe ich gesagt? Schau mal auf die Uhr." Er tippte auf die Uhr an seinem Handgelenk.
Ludwig stotterte: "Wir haben Hausaufgaben gemacht."
William: "Am Replikator?
Und was trinkt ihr da?"
Andrew: "Das ist Gunpowder."
Ludwig: "Gegen die Thargoiden."
Hannah: "Wir nehmen das Wort nicht in den Mund!"
Ludwig: "Aber Teetonka hat..."
Hannah: "Das ist mir egal, aber in diesen vier Wänden ist das Wort tabu."
Dennis: "Taagohiden!"
Teetonka: "Ja, Ma'am."
Hannah: "So, raus jetzt alle, wir müssen zur Besprechung."
Stacie: "Halb zwei."
Teetonka: "Wir haben noch Zeit."

Alle verließen die Kabine und sammelten sich auf dem Gang. Ludwig und Andrew gingen vor.

Andrew: "Dürfen wir hier..."
Hannah: "Untersteh dich!"
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Briefing auf der AMPETULA

#17

Am Nachmittag versammelt sich die Besatzung der AMPETULA in der Messe. Familien, Kinder und Crew bereiten sich auf die bevorstehende Startsimulation vor, während die Offiziere die neuen Sicherheitsabläufe erklären



Briefing auf der AMPETULA

Am Nachmittag des 13.06.3311 füllte sich die Messe der AMPETULA auf Deck zwei langsam. Immer wieder öffneten sich die Aufzugstüren mit einem leisen Zischen am hinteren Ende des Saals, als die Passagiere von allen Decks hinzukamen. Theoretisch gab es eine freie Platzwahl, aber einige Familien waren so groß, dass für sie reservierte Tische vorhanden waren. Die zwei ältesten Söhne der Familie Zocheav setzten sich an einen Tisch, der am weitesten von der Essensausgabe entfernt war, wurden aber von ihrer Mutter zur Ordnung gerufen, als der Rest der Familie eintraf, und setzten sich an den Tisch, der für sie vorgesehen war. Nicht ohne dass ihre jüngste Tochter einen Abstecher zu Wicincala Wi unternahm.
Christine Zocheav: "Guten Tag, Miss Mama von Teetonka." Sie blickte lächelnd zu ihr auf.
Wicincala Wi: "Guten Tag. Hast du schön gespielt?"
Das Kind nickte artig und begab sich zu dem Tisch, an dem ihre Mutter ungeduldig auf sie wartete. Sie nickte den drei Frauen an der Essensausgabe zu. Amy Jolouis hatte ein Buffet aufgebaut. Diesmal hatte sie zwei Helfer in der Küche. Während Angel Kelly nach ihren Anweisungen die Speisen aufbaute, hetzte Lee Small von der Küche zum Buffet, und Amy gab ihm Handzeichen, langsamer zu machen.

Amy Jolouis: "Wir sind kein Truppentransporter."
Lee Small: "Aye, Ma'am!"
Er brachte die Expertise des Militärdienstes in das Team. Allerdings war Zuya Hiyayes Führungsstil eher familiär. Heute sollte eine erste Einweisung erfolgen, bei der die Familien an die Start-, Lande- und Sprungprozeduren vorbereitet werden sollten. Brittney Tion Sohran hatte sich die Erlaubnis von Aaltje Valurot – dem eigentlichen ersten Offizier – aus der Ferne eingeholt, Umbauten an der AMPETULA vorzunehmen. Für die Besatzungsmitglieder mussten Sicherheitssitze eingebaut werden und für die nun zahlreichen Kinder Sicherheitsbetten. Früher hatte man sich entweder auf der Brücke oder in seiner Kabine angeschnallt, und die Kinder wurden auf die Krankenstation gebracht. Nun aber war es besser, die Besatzung zentral in einem Raum auf Deck eins unterzubringen und Stephanies Biomonitor dort zu installieren. Erst sollte sie mit auf die Brücke, aber Stephanie bestand darauf, bei der Besatzung zu sein. Ein weiterer Biomonitor war nun auch für Kayla L. Barnett vorgesehen. Sie war zwar lediglich Zahnärztin, konnte aber bei der Überwachung der Prozeduren als zweiter Flight Surgeon neben Stephanie gut gebraucht werden.
Inzwischen waren alle Familien im Speisesaal eingetroffen. Einige machten sich noch am Buffet zu schaffen, andere versuchten ihre Kinder einzufangen, die sich schnell – viel zu schnell – schon eingewöhnt hatten und nun miteinander Fangen spielten. Andere Crewmitglieder hatten sich schon an den Tischen gesetzt, und manch einer fragte verlegen, ob er sich dazusetzen könne. Die Führungsoffiziere hatten sich in der Nähe des Buffets aufgestellt, und Wicincala Wi nahm das Mikrofon in die Hand, nur um es dann unsicher zu begutachten und dessen Gebrauch noch abzuwarten.


Austin Streif: "Ich habe Angst."
Brittney Tion Sohran sah ihn an: "Angst?"
Auch Stephanie Chio Kimmi fiel ein: "Angst? Du? Das bekomme ich in keinen sinnvollen Zusammenhang."
Austin: "Halt' mich!"
Wicincala Wi: "Tzssss!"
Brittneylachend: "Sie hat Recht. Du bist der Captain. Was sollen die Leute denken?"
Austin: "Dass der Captain unheimlich verliebt ist."
Brittney lächelte.
Wicincala Wi lächelnd: "Im Moment wäre aber ein bisschen mehr Disziplin und ein bisschen weniger Verliebtheit gefragt. Sollen wir anfangen?"
Austin: "Wir kommen wohl nicht drum herum." [/neu]

Wicincala Wi: "So, meine Damen und Herren, liebe Kinder. Darf ich um ein wenig Ruhe bitten?"
Sie wartete ab, bis Ruhe eingekehrt war.
"Danke. Bisher haben wir uns immer hier in der Messe auf Deck zwei versammelt.
Das wird sich nun ändern.
Auf Deck drei haben wir einen Sicherheitsraum, und was es mit ihm auf sich hat, erklärt Ihnen unser Captain."
Sie gab das Mikrofon an Austin Streif und raunte ihm zu:
"Bitte nicht zu kompliziert."
Austin: "Liebe Crewmitglieder, wir sind an Bord eines Raumschiffes – der AMPETULA.
Sie wurde vor vier Jahren von Zuya Hiyaye erworben und zu einem Forschungsraumschiff umgebaut.
Der letzte Umbau ist noch nicht ganz abgeschlossen,
aber ich hoffe, Sie konnten sich in Ihren Kabinen schon häuslich einrichten.
Raumschiff bedeutet: Es gibt mehrere sicherheitsrelevante Flugmanöver.
Brittney – ich meine Miss Tion Sohran, unser erster Offizier – hat die entsprechenden Flugpläne auf jedem Deck ausgehängt.
Was die einzelnen Dinge darauf bedeuten, hat sie Ihnen heute Vormittag erklärt.
Noch einmal kurz zu den Farben:
Hellblau kennzeichnet alle Flugmanöver, bei denen der Antrieb, die Schubdüsen und der Frameshift-Drive aktiv sind.
Gelb sind Flugmanöver, bei denen nur die Steuerdüsen aktiv sind, z. B. um die AMPETULA auszurichten.
Grün sind alle Flugmanöver, bei denen kein Triebwerk aktiv ist, bei denen aber bestimmte Dinge verrichtet werden müssen, z. B. Messungen und Untersuchungen.
Orange sind Datenübertragungen und Messungen.
Pink ist alles, wenn an der AMPETULA etwas gemacht wird.
Dunkelblau bedeutet eingeschränkter Dienst. Da können die meisten also schlafen, und es bedeutet auch Nachtruhe – also dass Sie keinen Lärm machen sollen.

Nun gut, kommen wir zu hier und jetzt und Grün.
Wir simulieren einen Start von der Oberfläche.
Das heißt, wir fliegen nicht wirklich los, aber wir machen alle Manöver, die bei einem Start erforderlich sind.
Und erforderlich – das hat Wicincala Wi schon angedeutet – ist, dass Sie sich zu allen hellblauen Manövern in den Sicherheitsraum auf Deck drei begeben, dort Ihre festgelegten Sitze einnehmen und die medizinischen Sensoren anlegen."

Brittney: "Anschnallen nicht vergessen!"
Austin: "Richtig. Und dies wird Stephanie Chio Kimmi, unsere Bordärztin, zusammen mit der schon erfahrenen Crew mit Ihnen auf Deck drei üben.
Ich, meine Frau* und zwei weitere Crewmitglieder werden auf der Brücke die Startroutinen durchgehen und Kontakt mit Ihnen halten."
Brittney: "Und damit es gleich beim Aufzug kein Gedrängel gibt..."
Wicincala Wi: "Ja, werde ich auf diesem Deck davor stehen und Sie einteilen. Und oben nimmt Sie dann Stephanie Chio Kimmi in Empfang und weist Ihnen Ihre Plätze zu."
Stephanie: "Und ich schlage vor, dass wir mit der Crew anfangen, die ohne Kinder ist."
Brittney: "Warum?"
Stephanie: "Denen zeige ich einfach nur die Plätze. Bei den Kindern..."
Brittney: "Verstehe."
Stephanie: "Ich mache mich dann schon mal auf den Weg. Kayla, kommst du gleich mit mir und hilfst mir?"
Kayla L. Barnett nickte.
Pace Whitney: "Ich kann ja auch helfen."
Stephanie: "Nein, ich muss Sie beide vorerst mal trennen."
Stephanie Chio Kimmi machte sich auf den Weg und nickte Joshua Schwartzvald, Leah Alexander und Kayla zu, die ihr folgten.
Austin: "Brittney, Katherine und Frank – ihr kommt mit mir. Ein Deck tiefer auf die Brücke."
Wicincala Wi: "Und ich halte hier unten die Stellung."
Amy Jolouis zu Lee Small: "Wir machen hier die Runde und sammeln alle losen Gegenstände ein."


(*Anmerkung: Austin Streif und Brittney Tion Sohran sind zwar ein Paar aber noch nicht verheiratet. Austin verspricht sich hier und deutet damit an, dass das langfristig geplant ist.)
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Homunk
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