Bordbuch der AMPETULA Reise Nr. 4

Für eure schönsten Reiseberichte durch die Galaxie
Zuya Hiyaye
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Montag 16. Dezember 3309

#21

Montag 16. Dezember 3309

Maxim Sohran hat sich am Arm verletzt und wurde von Stephanie Chio Kimmi behandelt. Seine Mutter drängt nun darauf die Expedition abzubrechen.
Zuya Hiyaye
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Donnerstag 26. Dezember 3309

#22

Donnerstag 26. Dezember 3309

Wir sind in Dunbar Bastion im Igbonii System angekommen.
Bild

Dies ist eine 50.000 Einwohner Metropole der Explorer on Tour.
Die WOLFHAGEN und die SINGUANAQUA lies ich von der Angel of Toluku nach Foden Orbital bringen.
Die MAY DAY und die AMPETULA sind hier im Raumhafen.
Die Abgabe der Pflanzenproben ergab wieder 1 MRD Cr.
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Bordbuch der AMPETULA Reise Nr. 5

#23

Bordzeit Dienstag 25.02. 3310 09:45 Uhr UTC

Der hundertste Tag der Reise der Ampetula. Biologin Deeana Wegman.
Derek und ich sind auf dem dritten Satelliten des achten Planeten eines Doppelsternsystems Flyue Dryai JT-O D7-19 im SRV der Ampetula unterwegs.
Michael Hauser hatte auf dem plutogroßen Mond beim Scannen Lebenszeichen entdeckt.
Ich brachte niemanden zu überreden dort zu landen.

Bild (Planetensystem)

Ich selber habe nun aber meine Probleme.
Die Oberfläche ist kalt. Sehr kalt. Aber das spielt in den Raumanzügen kaum eine Rolle. Aber der Stern der Klasse K war mehr als eine Astronomische Einheit entfernt, so dass nur wenig Licht ankam. Der zentrale Stern der Klasse A war sogar 185 astronomische Einheiten entfernt, als fast sechsmal so weit wie Neptun. Und obwohl es ein heller Stern war, war es aus der Entfernung eben nichts weiteres als ein heller Stern. Hier kamen nur 0,6% des Lichts an, was unsere Augen gewöhnt waren und der Himmelskörper war in einem rotlichem, trüben, depressivem Licht getaucht.

Bild (Oberfläche)

Auch die kleine Feier zum 100ten, die Zuya Hiyaye anberaumt hatte, konnte die Stimmung nicht aufhellen. Da die Schwerebeschleunigung auch nur 1,47m/s² betrug, war auf der Ampetula auch das Spabereich gesperrt und die Kinder konnten auch nicht baden gehen und mussten ihre Magnetstiefel anbehalten, weil sie sonst, wie Maxim und Ampetula sich ausdrückten sonst „Detsch Kopf Detsch“ gemacht hätten. Durch Christian Sol Sikorras Tod war die Stimmung ohnehin getrübt, auch wenn Katherine Lacy Marshall sich alle Mühe gab seinen Posten zu ersetzen.
Immerhin die detailierten Scanns, die es uns erst ermöglichten die Quellend er Biosignaturen näher einzugrenzen, verdanken wir ihr. Auch ihre besserwisserische Art, hatte sie abgelegt. Aber es schien niemand zu bemerken. Beibehalten hatte sie aber ihren schnellen Redefluss, der die Kommunikation über Funk etwas schwer machte. Im Gegensatz zu Christian Sol Sikorra, der eher ruhig und exakt sprach. Gerade bei angaben von Koordinaten mussten ich oder Derek manchmal mehrfach nachfragen. Was sie wiederum auf die Palme brachte. In der Ampetulaklause saß sie auch oft allein und beschäftigte sich mit irgendwelchen Sachen auf ihrem Pad statt sich an den Gesprächen der anderen zu beteiligen. Und obwohl sie eigentlich hübsch war, hatte noch keiner der Männer versucht sich an sie ranzumachen. Ich glaube ich setze mich das nächste mal einfach zu ihr und unterhalte mich mit ihr ein wenig über Privates. Sie ist eine Lebensform und Lebensformen brauchen Zuwendung und Gemeinschaft. Sonst können sie nicht gedeihen.


Katherine Lacy Marshall: “in siebenundzwanziggradunddreihundertfünfzig meter, habe ich mitderDrohne eineSignatur ausgemacht.“
Derek Zhanel: “Verstanden! In sieben-und-zwanzig Grad und drei-hundert-fünzig Meter Entfernung.“ antwortete er betont.
Katherine Lacy Marshall: “Ja.“
Derek Zhanel: “Mrs. Marshall, da waren wir schon längst.“
Deeana Wegman: “Bacterium Alcyoneum Grün. Wir haben davon schon drei Proben auf dem Weg gesammelt.“
Katherine Lacy Marshall: “Ja, aber, warum...“
Deeana Wegman: “Ich wollte die Daten gerade senden.“
Katherine Lacy Marshall: “Ok!“

Bild
Bacterium Alcyoneum Grün

Derek Zhanel: “Wir sind jetzt bei den Koordinaten 11,2720 Grad Nord und -71,6044 Grad West.“
Katherine Lacy Marshall: “Mhm!“
Deeana Wegman: “Ich danke Ihnen für Ihre Hinweise, Mrs. Marshall. Sie sind uns eine Hilfe.“
Katherine Lacy Marshall: “Mhm!“
Derek Zhanel mutete den Sender und schüttelte den Kopf.
Deeana Wegman: “Lass sie.“
Derek Zhanel rollte mit den Augen: “So lange ich sie nicht heiraten muss!“
Deeana Wegman schaltete den Sender wieder ein: “Mrs. Marshall, wir sind jetzt zwei Kilometer vom Schiff entfernt und nutzen die Drohne des SRV. Können Sie das Transpondersignal...“
Katherine Lacy Marshall: “Ja, hab' ich!“
Derek Zhanel mutete den Sender wieder. Es wirkte, als habe er es eilig: “Transponder muss reichen.“

Am anderen Ende der Leitung betrat Teetonka in die beengte Drohnensteuerung auf Deck vier der AMPETULA.
Teetonka: “Wo sind sie jetzt?“
Katherine Lacy Marshall: “Nordost. Etwa zwei Kilometer.“
Teetonka: “Schade, dass ich nicht mit durfte.“
Katherine Lacy Marshall: “Das ist kein Kinderspiel.“
Teetonka: “ich weiß! Das sagt Opa auch immer.
Und Mama.“
Er schwieg eine Weile und sah auf die Kontrollen.
Katherine fühlte sich unbehaglich und wollte ihn eigentlich hinauswerfen. Aber immerhin war er der Enkel vom Chef. Auf der anderen Seite hatten die Kinder nun wirklich nichts in den Technikräumen zu suchen und sie handelte sich sicher Ärger ein, wenn sie es zulies. Sie räusperte sich: “Willst du auch mal?“ Im selben Moment tat es ihr schon wieder Leid.
Teetonka nickte.
Katherine Lacy Marshall: “Mit den Drohnen kannst du auch Exkursionen machen und das ist weniger gefährlich.“ Sie hatte sein Interesse geweckt.
Katherine Lacy Marshall: “Außer für die Drohnen.“
Teetonka nickte:“weil die Luft so dünn ist.“
Katherine Lacy Marshall: “Ja die Luft ist hier sehr dünn. Und es ist auch sehr dünnes Eis.“
Teetonka verstand die letzte Bemerkung nicht: “Dann flieg du lieber. Ich meinte dann Sie lieber.“
Er fing an zu stottern.
Katherine Lacy Marshall: “Nicht schlimm. Ich verplapper mich auch oft.
Zu oft. Manchmal.“
Die letzten Sätze sprach sie mehr zu sich selbst.
Teetonka legte die Hand auf ihre Schulte: “Ich sehe Sie zu.“
Katherine Lacy Marshall: “Dann wollen wir das Ding mal starten.
Zum Glück haben wir KI-Unterstützung, so dass ich eigentlich den Joystick ganz normal bedienen kann.“

Teetonka schüttelte den Kopf: “Ist trotzdem kein Kinderspiel.“
Katherine Lacy Marshall: “Die Luft ist hier so dünn, wie auf der Erde in 30 km Höhe.“
Teetonka nickte.
Katherine Lacy Marshall: “Und sie ist aus Ammoniak, also NH³ und bei der Kälte fast wie Honig.“
Teetonka riess erstaunt die Augen auf.
Katherine Lacy Marshall: “Also für die Drohne. Die muss immerhin 3000 UPM machen.“
Teetonka: “Mhm.“
Katherine Lacy Marshall: “So, hier kannst du was erkennen?“
Teetonka: “Bacterium.“
Katherine Lacy Marshall: “Bacterium?“
Teetonka: “Bacterium Alcyoneum. Farbe weiß ich nicht.“
Katherine Lacy Marshall: “So was weißt du?“
Teetonka nickte: “Hat die Drohne 'ne Taschenlampe?“
Katherine Lacy Marshall: “Nein.“

Die Funkkonsole knackte

Deeana Wegmann: “Mrs. Marshall, ich schicke Ihnen jetzt die Standortdaten für Tussok Divisa Grün“

Bild
Tussok Divisa Grün

Teetonka: “Tante Deeana“
Deeana Wegmann empört: “Wie meinen?“
Katherine Lacy Marshall: “Nichts, Ma'am. Ich hab' nur den kleinen Tee, Tee...“
Teetonka: “Teetonka hier“
Deeana Wegmann: “Ach du bist's.“
Teetonka: “Ja, ich hab' euch jetzt auf dem Monitor.“
Deeana Wegmann: “Ok, Schätzelein, aber im Moment ist es gerade schlecht. Wir sind in schwierigem Gelände.“
Teetonka nickte wissend: “Dann hat Onkel Derek wieder zu kämpfen.“
Deeana Wegmann: “Ja und ich auch. Störst du bitte nicht länger? Ja?“
Teetonka nickte wissend: “Na gut!“
Deeana Wegmann: “Derek noch nicht anfahren. Ich muss noch die Daten senden und treffe die Tasten nicht.“
Katherine Lacy Marshall: “Die Daten sind angekommen. Sie sind jetzt drei ein halb Kilometer in Richtung Nord Ost. Die Probe ist aber...“
Deeana Wegmann: “...noch nicht vollständig. Ich weiß, ich weiß! Die kommen, wenn wir hier aus dem Gerümpel draußen sind.“

Das SRV hatte sich schon weit entfernt. Und Deeana und Derek hatten sich angewöhnt nun längere Strecken zu fahren und zum Teil die selteneren Pflanzen in gebirgigem Gelände zu finden. Hin und wieder hatte sie sogar im SRV übernachtet. Wichtig war nur, dass die AMPETULA ihr Transpondersignal und die Biodaten der Besatzung empfing. Deswegen hatte Aaltje Valurot vier Wachen eingeteilt die sich alle drei Stunden ablösten und die Geräte überwachten.

Derek Zhanel: “Hat die den Kleinen bei sich?“
Deeana Wegman: “Sieht so aus.“
Derek Zhanel: “Na, einer mehr der aufpasst, kann nicht schaden.“

Derek fuhr wieder an und versuchte das Fahrzeug aus dem zerklüfteten Gelände herauszufahren. Manche Pflanzen waren schwer zugänglich und oft genug fand man trotz vorhandener Signaturen zur Enttäuschung von Deeana gar nichts. Manchmal lag es aber auch daran, dass entweder der Boden oder die Lichtverhältnisse es nicht zuließen etwas zu erkennen. Viele Pflanzen sahen wie Steine aus, so wie Stromatholithen auf der Erde. Nur bei näherem Hinsehen, konnte man sie als Lebensform erkennen. Deeana hatte mittlerweile einen Blick dafür. Und Teetonka hatte sogar noch schärfere Augen. Aber ihm war es nun verboten an EVAs teilzunehmen. Wicincala Wi schien es nun zu bedauern ihren Vater auf seinen Expeditionen zu begleiten. Raumfahrt sah beim Zusehen so einfach aus. Man konnte nicht erkennen, dass es im Umkreis von tausenden von Lichtjahren nichts anderes gab, als etwas, was einen augenblicklich umbrachte, wenn man sich dem ohne Schutz aussetzte. Selbst die Bewegungen innerhalb der AMPETULA, so geräumig der Luxusdampfer auch war, waren wegen der geringen Schwerkraft eine Gefahrenquelle. Erst gestern waren Joshua Schwartzvald und immer wieder Maxim Sohran in der Krankenstation mit Verletzungen aufgetaucht. Die Sonneneruption am Morgen verlief glücklicherweise glimpflich für alle. Und obwohl Ampetula in Sachen Übermut ihrem kleinen Freund in nichts nachstand, hatte sie es bislang geschafft unbeschadet davon zu kommen. Sie schien im Weltraum und für den Weltraum geboren zu sein. Regelmäßig, wenn die Schwerkraft auch nur geringfügig über 0,25g lag, die es Zuya Hiyaye erlaubten das Schwimmbad zu öffnen, lief sie schon im Badeanzug und Handtuch durch das Schiff bevor jemand Gelegenheit hatte die Schwerkraftverhältnisse bekannt zu geben. Auch mit der Schwerelosigkeit kam sie so gut zurecht, dass man ihrem Blick entnahm, dass sich wunderte, warum alle anderen auf ihre Magnetstiefel angewiesen waren. Für das Mantra ihrer Mutter immer die Magnetstiefel zu tragen hatte sie nicht das geringste Verständnis.
Jedenfalls mussten sich Deeana und Derek daran gewöhnen, wieder alleine auf Expedition zu gehen. Manchmal fühlten sich die drei vorher wie eine Familie, wenn sie alleine draußen waren.


Deeana Wegman: “Da vorne links!“
Derek Zhanel: “Wo?“
Deeana Wegman: “Zehn Uhr“
Derek Zhanel: “Ah, jetzt sehe ich es.“

es dauerte den ganzen Tag bis sie witere Pflanzenproben sammel konnten.

Bild
Osseus Spiralis Indigo

Bild
Stratum Palleas Lime

allerdings die angezeigten Pilzartigen Lebensformen fanden sie nicht. Nun hatten sie sich schon 120 Km vom Schiff entfernt. An eine Rückkehr war nicht mehr zu denken.

Derek Zhanel: “SRV an AMPETULA, wer hat gerade Dienst?“
Rachael Hallee: “Rachael Hallee hier. Im Moment ist meine Schicht. Danach ist Patrick Nypaut dran.“
Derek Zhanel: “Wir hauen uns hier ein Weilchen aufs Ohr.“
Rachael Hallee: “Gute Nacht.“

Mitten in der Nacht, obwohl es draußen noch Taghell war, bzw. Tagdüster wurde Deeana von einem Geräusch geweckt. Sie rieb sich die Augen. Sie bemerkte, dass ihre Fantasie von einer Familie mit Derek und Teetonka zu weit ging. Sie hatte sich zwar noch keine Gedanken über eine mögliche Partnerschaft gemacht. Sie hatte ihr Studium beendet und auf der AMPETULA angeheuert. Familie das kam später. Und jetzt hatte sie auch noch das Stipendium. Sie war reich. Sie war jung. Sie würde für viele Männer ein Magnet sein.
Das Geräusch das sie geweckt hatte war Dereks Schnarchen. Sie versuchte sich auf die andere Seite zu legen und sich eine Decke über den zu ziehen. Es half nichts. Sie hoffte so wieder einschlafen zu können. Müde genug war sie, dass ihr ständig die Augen zufielen. Wenn sie keinen Schlaf fand, dann würde sie morgen bei der EVA einschlafen. Das ging auf gar keinen Fall. Es kam ihr vor, dass Dereks Schnarchen immer lauter wurde. Dann hörte es mit einem Mal auf. Sie fürchtet schon dass er gestorben war, aber sein Atemzüge waren ruhig und gleichmäßig. Sie hoffte nun wieder Ruhe zu finden, während sie ihren Gedanken nachhing.
Dann mit einem Mal setzte das Schnarchen wieder stakkatoartig ein. Wütend warf sie sich die Decke auf den Kopf und spielte mit dem Gedanken die Luft aus dem SRV abzulassen. Zudem stank Derek. Ok, sie war auch verschwitzt und nun schon den ganzen Tag in der selben Kleidung. Sie roch nicht weniger. Nur jetzt auf einmal fiel es ihr auf. Sie drückte die Sprechentaste auf denr Funkkonsole und sprach ins Mikrofon.


Deeana Wegman: “Rachael?“
Patrick Nypaut: “Mhm, ähäm, ja?“
Deeana Wegman: “Rachael?“
Patrick Nypaut: “Nypaut hier. Was ist?“
Deeana Wegman: “Nichts.“

Sie legte sich zurück. Zu allem Übel bekam sie nun auch noch Kofschmerzen.
Nein, Derek käme auf keinen Fall in Frage. Als Kollege war er ja ok. Aber auf gar keinen Fall, wollte sie jede Nacht mit ihm verbringen. Sie hatten zwar früher schon im SRV übernachtet. Und das Schnarchen war ihr vorher schon aufgefallen. Es hatte sie kaum gestört. Aber nun war es unerträglich. Sie kicherte. Wenn sie tatsächlich die Luft ablassen würde, würde es Dereks Schnarchen endgültig beenden.



Am anderem Ende auf der AMPETULA nickte Patrick Nypaut vor Langeweile ein. Er wünschte sich Racheal Hallee hätte die Nacht mit ihm verbracht. Aber sie hatte ihn alleine gelassen. Und Katherine Marshal würde ihn erst in einer Stunde ablösen. So in Gedanken verschawmmen vor ihm wieder die Anzeigen. Er hasste so langweilige Jobs. Viel lieber wäre er Pilot geworden oder sein eigener Captain. Er würde etwas völlig anderes machen. Er würde gegen Thargoiden kämpfen. Die Galaxis von Piraten säubern und spannende Kämpfe austragen. In Videospielen hatte er das oft getan. Und so schwer würde das sicher nicht sein, das auch in echt zu machen.
Die leuchten vor ihm verschwammen zu Nebeln und fernen Galaxien.
Er würde Frauen haben. In jedem Raumhafen. Er schloss die Augen und lehnte sich zurück.
Ein kurzes Nickerchen würde sicher nicht schaden.


Katherine Marshall: “Sag mal Patrick, schläfst du?“
Patrick Nypaut: “Mhm, ähäm, Nein?“
Katherine Marshall: “Du hast.
Sag mal das Transpondersignal.“

Patrick Nypaut: “Was für ein Transponder?“
Katherine Marshall: “Die Lampe“
Patrick Nypaut: “Eben war sie noch an.“
Katherine Marshall griff entnervt zum Funkmikrofon: “AMPETULA an SRV“
Sie bekam keine Antwort.
Katherine Marshall: “AMPETULA an SRV“
Katherine Marshall: “A M P E T U L A an SRV“
Patrick Nypaut: “Die schlafen noch.“
Katherine Marshall: “Mrs. Wegmann“
Patrick Nypaut: “Ich sagte, die schlafen noch.“
Katherine Marshall: “Mrs. Wegmann oder Mr. Zhanel“
Katherine Marshall: “Mrs. Wegmann oder Mr. Zhanel kommen.“

Katherine merkte, dass sie sich gerade in die Hose machte. Sie war von der Situation überfordert.
Sie war es gewohnt das die Anzeige des Transpondersignals leuchtete. Nun bemerkte sie auch, dass die Berge und Täler auf den Monitoren, die das Leben der Astronauten darstellten, durch grimmige gerade Linien ersetzt waren.


Katherine Marshall: “Brücke?“
Austin Streif: “Hier Brücke. Mrs. Marshall, was kann ich für sie tun?“
Katherine Marshall: “Hier Katherine lacy Marshall, Bordtechnikerin...“
Austin Streif: “Schon gut, schon gut! Was ist los?“
Katherine Marshall: “Ich, ich, ich, Transpiondersignal, Sie müssen kommen.“
Austin Streif: “Ich informiere die Wache und die Kommandocrew. Und Sie versuchen sich zu entspannen.“
Patrick Nypaut: “Ich kapiere überhaupt nicht, was...“
Austin Streif: “Ein Notfall.“

Wenige Augenblicke später trafen Aaltje Valurot, Brittney Tion Sohran, Stephanie Chio Kimmi sowie Joshua Schwartzvald und Leah Alexander ein. Stefanie Chio Kimmi kümmerte sich sofort um Katherine Lacy Marshall
Stefanie Chio Kimmi: “Ganz ruhig.“
Katherine Marshall: “Ich hab', ich hab'“
Stefanie Chio Kimmi: “Ganz ruhig. Legen Sie sich erst einmal hin.“
Sie fühlte den Puls, maß den Blutdruck und verabreichte ihr eine Beruhigungsspritze und eine weitere zur Stabilisierung.
Aaltje Valurot: “Ich übernehme.
AMPETULA an SRV, kommen.

AMPETULA an SRV, kommen.

AMPETULA an SRV, kommen.

Ok Mrs. Sohran, versuchen Sie es mit einem Systemneustart. Vielleicht haben sich ja nur unsere Geräte aufgehängt.

Hoffentlich!

Mrs. Alexander und Mr. Schwartzvald, Sie begleiten Mrs. Chio Kimmi, Mrs. Marshall und Mr. Nypaut auf die Krankenstation.“

Patrick Nypaut: “Warum ich?“
Leah Alexander stellte sich bedrohlich vor ihn: “Mitkommen!“
Aaltje Valurot: “Wir sind jetzt die Ablösung. Sie haben alles richtig gemacht, Mrs. Marshall.“

Brittney Tion Sohran hatte inzwischen den Neustart durchgeführt, ohne dass sich an den Eingangssignalen etwas geändert hätte.

Aaltje Valurot: “Dann müssen wir die gesamte Kommandocrew wecken.“
Brittney Tion Sohran: “ich melde mich freiwillig.“
Aaltje Valurot: “Für was?“
Brittney Tion Sohran: “Jemand muss da raus.“
Aaltje Valurot: “Erster Offizier an Captain und Kommandocrew. Wegen eines dringenden Notfalls treffen in 0 10 im Readyroom auf Deck 1.

Sie versuchen noch ein paar Neustarts. Kann ich Sie alleine lassen?“

Brittney Tion Sohran nickte.

Im Readyroom trafen bald darauf Zuya Hiyaye, Raryn Thol, Michael Hauser und Aaltja Valorut ein. Austin Streif war durch eine Sprechanlage zugeschaltet und Stephanie Chio Kimmi würde später hinzukommen.

Aaltje Valurot: “Zur Lage:
Deeana Wegman und Derek Zhanel sind um 10:23 zu einer EVA im SRV aufgebrochen.
Um 21:47 meldeten sich die beiden ab, um auzuruhen.
Um 03:56 erfolgte eine weiterer Kontakt, dessen Inhalt noch aufgeklärt werden muss. Wache hatte zu diesem Zeitpunkt Patrick Nypaut.
Um 05:33 erfolgte ein weiterer Funkkontakt, der aus ungeklärten Gründen nicht beantwortet wurde.
Laut Aufzeichnungen, brach der Kontakt um 05.34 ab.

Seitdem erhalten wir keine Transpondersignale und Biodaten von den beiden. Aus unbekannten Gründen löste das keinen Alarm aus. Wache hatte immer noch
Mr. Nypaut.
Um 06:01 alamierte Katherine Lacy Marshall die Patrick Nypaut zu dem Zeitpunkt ablöste die Brückencrew.
Diese verständigte sofort mich und alarmierte die Wache.
Mrs. Marshall und Mr. Nypaut wurden inzwischen in die Krankenstation verbracht.
Mrs. Sohran hatte inzwischen einige Systemneustarts versucht, um auszuschließen, dass die Signalverluste an uns liegen.


Raryn Thol: “Wurden die Außenanlagen gecheckt?“
Aaltje Valurot: “Noch nicht, aber das wird sie sicher bald eigenständig tun.“
Raryn Thol: “Ja, da ist sie souverän.“
Aaltje Valurot: “Die letzten Koordinaten waren 15,76 N und – 68,34 W.
Mein Vorschlag ist nun, dass wir eine Rettungsexpedition mit einer Überlebensausrüstung zu diesen Koordinaten schicken, um die Crew ggf. zu bergen. Mrs. Sohran hat sich bereits freiwillig gemeldet.“

Raryn Thol: “Dann bin ich Nr. 2“
Aaltje Valurot: “Wäre es nicht sinnvoller, wenn Mrs Kimmi...“
Raryn Thol: “Auch wenn sie Ärztin ist, wird sie ohne Equipment kaum mehr als erste Hilfe leisten können, und das können Mrs Sohran und ich dann auch. Ich könnte hingegen, falls ein Schaden am SRV vorliegt diesen reparieren oder soweit reparieren, dass Mrs Sohran damit klarkommt.“
Zuya Hiyaye: “Und Sie vertrauen Mrs Sohran?“
Raryn Thol: “Absolut!“

ooc: Wer in den alten Geschichten zurückblättert wird vielleicht wissen, dass Raryn Thol Brittney Tion Sohran immer misstraut hat. Dass sie ihr nun absolut vertraut ist eine Wendung.

Inzwischen war auch Stephanie Chio Kimmi eingetroffen. Im Schlepptau hatte sie Katherine Lacy Marshall


Aaltje Valurot: “Schätzelein ich brauche Sie aber hier an den Geräten.“
Katherine Lacy Marshall: “dDs kann ich übernehmen.“
Stefanie Chio Kimmi: “Sind Sie sicher?“
Katherine Lacy Marshall: “Ich kann das.
Vielleicht leistet mir ihr Enkel ja Gesellschaft“

Zuya Hiyaye nickte
Aaltje Valurot: “Wir müssen aber noch eine Untersuchung...“
Zuya Hiyaye: “Das ist im Moment nachrangig.“
Aaltje Valurot: “Gut, Mrs. Thol und Mrs. Sohran fahren um 08.00 los. Joshua Schwartzvald und Leah Alexander stellen eine Überlebensausrüstung zusammen. Mrs. Kimmi stellt einen erste Hilfe Koffer zusammen und instruiert die beiden.

Denken Sie daran, es kann alles mögliche passiert sein. Seien Sie auf alles vorbereitet.“
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Eine unruhige Nacht

#24

Bordzeit Mittwoch 26.02. 3310 03:56 Uhr UTC

Wiederhohlung
Mitten in der Nacht, obwohl es draußen noch Taghell war, bzw. Tagdüster wurde Deeana von einem Geräusch geweckt. Sie rieb sich die Augen. Sie bemerkte, dass ihre Fantasie von einer Familie mit Derek und Teetonka zu weit ging. Sie hatte sich zwar noch keine Gedanken über eine mögliche Partnerschaft gemacht. Sie hatte ihr Studium beendet und auf der AMPETULA angeheuert. Familie das kam später. Und jetzt hatte sie auch noch das Stipendium. Sie war reich. Sie war jung. Sie würde für viele Männer ein Magnet sein.
Das Geräusch das sie geweckt hatte war Dereks Schnarchen. Sie versuchte sich auf die andere Seite zu legen und sich eine Decke über den zu ziehen. Es half nichts. Sie hoffte so wieder einschlafen zu können. Müde genug war sie, dass ihr ständig die Augen zufielen. Wenn sie keinen Schlaf fand, dann würde sie morgen bei der EVA einschlafen. Das ging auf gar keinen Fall. Es kam ihr vor, dass Dereks Schnarchen immer lauter wurde. Dann hörte es mit einem Mal auf. Sie fürchtet schon dass er gestorben war, aber sein Atemzüge waren ruhig und gleichmäßig. Sie hoffte nun wieder Ruhe zu finden, während sie ihren Gedanken nachhing.
Dann mit einem Mal setzte das Schnarchen wieder stakkatoartig ein. Wütend warf sie sich die Decke auf den Kopf und spielte mit dem Gedanken die Luft aus dem SRV abzulassen. Zudem stank Derek. Ok, sie war auch verschwitzt und nun schon den ganzen Tag in der selben Kleidung. Sie roch nicht weniger. Nur jetzt auf einmal fiel es ihr auf. Sie drückte die Sprechentaste auf der Funkkonsole und sprach ins Mikrofon.


Deeana Wegman: “Rachael?“
Patrick Nypaut: “Mhm, ähäm, ja?“
Deeana Wegman: “Rachael?“
Patrick Nypaut: “Nypaut hier. Was ist?“
Deeana Wegman: “Nichts.“

Sie legte sich zurück. Zu allem Übel bekam sie nun auch noch Kopfschmerzen.
Nein, Derek käme auf keinen Fall in Frage. Als Kollege war er ja ok. Aber auf gar keinen Fall, wollte sie jede Nacht mit ihm verbringen. Sie hatten zwar früher schon im SRV übernachtet. Und das Schnarchen war ihr vorher schon aufgefallen. Es hatte sie kaum gestört. Aber nun war es unerträglich. Sie kicherte. Wenn sie tatsächlich die Luft ablassen würde, würde es Dereks Schnarchen endgültig beenden.


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Deeana Wegman leise: “Derek?“

Unbeeindruckt schlief Derek weiter.
Deeana Wegman leise: “Deeeeereeeek?“
Dieser lies seinen Schnarchvortrag für eine Weile pausieren, nur um dann zum zweiten Akt auszuholen. Deeana versuchte in dem beengten SRV Abstand zu gewinnen und alles was danach aussah sich die Ohren zuzuhalten auf ihren Kopf zu drücken. Aber es wurde ihr nach einer Weile unbequem. Sie wurde richtig wütend. Nach einer Weile schien Derek wieder zu pausieren.
Derek Zhanel leise: “Deeana?“
trotzig ließ Deeana die Frage an sich abprallen. Sie war wütend. Was hätte es auch gebracht.

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Ein zweieinhalb Stunden später versuchte sie Derek wachzurütteln


Deeana Wegman: “Derek! Derek.“
Derek Zhanel rieb sich die Augen: “Mhnm. Was'n los?“
Deeana Wegman: “Wir fahren los.“
Derek Zhanel: “Ist doch noch dunkel.“ Er wollte sich auf die andere Seite legen.
Deeana Wegman: “Egal, ich will heim.“
Derek Zhanel: “Mhm, wir müssen aber...“
Deeana Wegman: “Ich erledige das. Du kannst weiterschlafen“
Derek Zhanel: “Ist Ok.“
Deeana Wegman drückte die Kommunikationstaste: “SRV an AMPETULA, kommen.“
Niemand reagierte
Deeana Wegman: “SRV an AMPETULA, kommen.“
Es reagierte immer noch niemand.
Deeana Wegman: “Die pennen alle.“
Derek Zhanel: “Ist Ok.“
Entschlossen und ordnungswidrig ließ. Deeana das SRV anfahren. Sie wollte den Berg hinunter den Derek am Vortag mit dem SRV erklommen hatte. Er war inzwischen ein Meister im Bergsteigen mit dem SRV geworden.
Sie überwand das holprige Gelände und gähnte. Sie war müde. Zeit ins Bett zu kommen.
Das Gelände vor ihr verschwamm im Scheinwerferlicht und sie schaltete die Nachtsicht zu.
Dennoch konnte sie kaum etwas erkennen. Auf einem abschüssigen Gelände verlor sie die Kontrolle.


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Deeana Wegman: “DEREK!?“
Der brauchte eine Weile um sich der Situation bewusst zu werden und sich aus seinem improvisierten Schlafplatz zu pellen. Erschwerend kam hinzu, dass das Fahrzeug hin und her geschleudert wurde.
Derek Zhanel: “LOSLASSEN!“
Deeana Wegman: “ICH Mach DOCH NICHTS.“
Derek Zhanel: “GAS! LANGSAM GAS.“
Es half alles nichts Vor dem Fahrzeug tat sich ein Abgrund au und nun rollte das Fahrzeug unkontrolliert hinab, bis es am Boden Aufschlug.
Das Luk sprang auf und sofort entwich die Luft. Gleichzeitig schlossen sich aber die Raumhelme.

Nach einer Weile, beide waren glücklicherweise unverletzt probierte Derek einzelne Module wieder in Gang zu bringen.

Derek Zhanel: “Nichts.“ Er schüttelte den Kopf. “Nichts geht mehr.
Keine Energie, keine Kommunikation mit der Basis“

Deeana Wegman: “Wo sind wir?“
Derek Zhanel: “Jedenfalls tiefer, als wir vorher waren.“
Deeana Wegman: “Können die uns orten“
Derek Zhanel: “Ich will es hoffen. Möglicherweise wurde ein automatischer Notruf abgesetzt. Dann müssten die mit dem Transpondersignal einpeilen können.“
Deeana Wegman: “Wie lang wird das dauern?“
Derek Zhanel: “Keine Ahnung. Wer war denn dran, als du dich angemeldet hast?“
Deeana Wegman: “Niemand.“
Derek Zhanel: “Waaaas? Und da bist du einfach... Ok, nützt jetzt auch nichts mehr. Ich kann nur hoffen, dass da drüben jemand wach ist.“

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Es war das erste mal, dass Brittney außerhalb des Schiffes war. Es war ihre erste EVA. Sie fühlte sich unbehaglich. Zwar hatte sie sich angewöhnt Raryn Thol zu vertrauen. Aber würde sie auch ihr leben für sie opfern?
Austin Streif, ihr neuer Freund hatte sie in die Nähe der Koordinaten geflogen, die sie als letztes von dem vermissten SRV geortet hatten. Aber auch aus der Luft war kein Transpondersignal zu empfangen. Das SRV war mit seiner Besatzung wie vom Erdboden verschluckt.


Raryn Thol: “Einsteigen“
Brittney Tion Sohran tat wie ihr geheißen: “Und wohin?“
Raryn Thol: “Erst einmal Nordwest. Da war das letzte eingepeilte Signal. Sieht so aus als war Mr. Zhanal Bergsteigen. Schaffen Sie das?“
Brittney Tion Sohran: “Ich muss mich erst wieder an den Scorpion gewöhnen. Aber ich denke ich kriege das hin.“
Raryn Thol: “Wäre ja schön, wenn wir einen Wellenscanner hätten, dann...“
Brittney Tion Sohran: “Im Scorpion haben wir das nicht.“
Raryn Thol: “Ich weiß.

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Die beiden Frauen fuhren auf den Berg zu der etwa in 5 Km Entfernung vor ihnen lag. Näher hatte sich Austin Streif nicht herangetraut. Auch für Brittney schien die Landung mit einer Beluga unmöglich. 5 Km waren an und für sich keine Entfernung. Auch für einen Scorpion nicht. Die eigentliche Herausforderung war in dem unwegsamen bergigen Gelände etwas zu finden, was man nicht orten konnte.

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Nach ein paar Stunden gaben sie auf.
Zuya Hiyaye: “Und?“ Die Frage war eigentlich unnötig.
Raryn Thol: “Nichts“
Brittney Tion Sohran: “Wir fahren morgen noch einmal raus.“
Zuya Hiyaye nickte.
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AnderleHomunkKOLUMBUSDewie-54-Ozzie J. Isaacs
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Bordzeit Donnerstag 27.02.10 08:01 Uhr UTC

#25

Bordzeit Mittwoch 26.02. 3310 06:01 Uhr UTC

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Deeana Wegman: “Ob es lange dauert, bis die uns finden?“
Derek Zhanel: “Das kann nicht lange dauern.“
Deeana Wegman: “Wieso bist du so sicher?“
Derek Zhanel: “Die Energie unserer Anzüge reicht für gerade mal zweieinhalb Stunden.“
Deeana Wegman: “Was hat das mit meiner... WAAAAAS?“
Derek Zhanel: “Ich muss dir doch nicht die Funktion des Artemisanzugs erklären. Du bist die Biologin.“
Deeana Wegman: “Ja, aber daran hatte ich nicht gedacht. Gibt es da nichts was man machen kann?“
Derek Zhanel: “Das SRV ist hinüber, also bleiben uns nur unsere Anzüge.“

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Deeana versuchte sich Hoffnung zu machen. Sie hatte aber den Zynismus von Derek bemerkt. Das SRV war zerstört die Lebenserhaltung funktionierte nicht. Und ob der Notfallsender funktionierte wusste sie nicht. Von denzweieinhalb Stunden waren schon eine verbraucht und wenn ihre Kameraden sie nicht innerhalb von eineinhalb Stunden finden würden, würden sie nur noch Leichen vorfinden. Die Heizleistung würde zusammenbrechen und ihre Leichen würden für Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende konserviert werden.
Deeana Wegman: “Vielleicht sollten wir Abschiedsbotschaften aufzeichnen.“
Derek Zhanel: “Was?“
Deeana Wegman: “Ich meine für den Fall dass...“
Derek Zhanel: “Könnte man, aber warte mal ich habe da eine Idee.“
Derek zückte seinen Energielink und schaltete ihn auf Überladung..
Deeana Wegman: “Bist du verrückt geworden?“
Derek Zhanel: “Das kostet uns jeweils 12 Minuten unserer Überlebensdauer, aber wenn ich damit das eine oder andere Gerät hier im SRV in Gang kriege.“
Deeana Wegman: “Was hast du vor?“
Derek Zhanel: “Als erstes die Magnetveriegelung des Cockpits in Gang bringen. Dann könnten wir das Cockpit wenigstens versiegeln.“
Deeana Wegman: “Das nützt ja auch nichts, wenn wir es mit der Anzugsenergie versorgen müssen.“
Derek Zhanel: “Kommt Zeit kommt Rat.“
Deeana Wegman: “Das kannst du nicht machen, dann stirbst du ja vor mir.“
Derek Zhanel: “Da mache ich mir keine Sorgen. Du hast deine Anzugsheizung höher gestellt als ich.“
Derek hielt seinen Energielink an die Magnetverriegelung und lud sie auf. Von Hand konnte er das Cockpit schließen. Hatte damit aber nicht mehr erreicht, dass es nun geschlossen war.
Derek Zhanel: “So, wenn wir jetzt den Sauerstoff ins Cockpit ablassen, können wir die Sicherheitshelme abnehmen.“
Deeana ließ den Anzugsauerstoff in das Cockpit ab und nahm ihren Helm ab.
Derek Zhanel: “Ok, das wäre dann entschieden.“
Er ließ ebenfalls den Anzugsauerstoff ins Cockpit strömen und nahm den Helm ab.
Deeana Wegman: “Jetzt müssen wir Energie sparen.“

Nach etwa einer Stunde holte Derek seinen Nassrasierer raus und fing an sich zu rasieren. Deeana starrte ihn mit offenem Mund an.
Deeana Wegman: “Was soll das jetzt bedeuten?“
Derek Zhanel: “Wir sind schon ein paar Tage unterwegs. Wenn die uns finden, dann sollen sie mich gepflegt vorfinden.“
Deeana Wegman: “Meinst du das kümmert jemanden?“
Derek Zhanel: “Mich kümmert es.“
Deeana Wegman: “Wie du meinst. Aber nützen tut das nichts.“
Derek Zhanel: “Doch, sie finden mich dann gepflegt und rasiert vor. Es soll nicht heißen Derek Zhanel würde sich nicht waschen.“
Deeana Wegman: “Aber es nützt nichts“
Derek Zhanel: “Warum nützt es nichts?“
Deeana Wegman: “Sagtest du nicht eben, ich wäre die Biologin?“
Derek Zhanel: “Ja und?“
Deeana Wegman: “Dein Bart wächst auch, wenn du schon tot bist. Mehrere Tage lang.“
Derek Zhanel: “Wirklich?“
Deeana Wegman: “Wirklich! Genauso wie deine Haare und deine Finger- und Fußnägel. Nur für den Fall, dass du die dir auch noch schneiden wolltest.“
Derek Zhanel: “Wirklich?“
Deeana Wegman: “Wirklich! “
Derek Zhanel: “Das kann ich jetzt aber so halb nicht lassen.“
Er setzte seine Tätigkeit fort schnitt sich aber auf einmal durch eine heftige Bewegung am Kinn.
Deeana Wegman: “Jetzt erzähl mir nicht, du machst das zum ersten mal.“
Derek Zhanel: “Ich habe eine Idee.“
Deeana Wegman: “Wir schneiden uns die Pulsadern auf?“
Derek Zhanel: “Nein, wenn wir die Ladeluke und die SRV Nachtankung reparieren könnten, dann könnten wir die mit der Energie unserer Anzüge koppeln.“
Deeana Wegman: “Dann müssten wir das Cockpit wieder öffnen. Das kostet uns wieder zwölf Minuten. Wir haben nur noch 'ne halbe Stunde.“
Derek Zhanel: “Ich habe aber schon eine Idee. Und dann könnten wir mit dem Schwefel und Phosphor unsere Energievorräte regelmäßig aufladen.“
Deeana Wegman: “Dazu muss einer von uns beiden seinen Anzug opfern.“
Derek Zhanel: “Wir brauchen ja nur einen.“
Deeana nickte. Sie setzten ihre Helme wieder auf und Derek öffnete wider das Cockpit und stieg aus dem Fahrzeug. Um das Cockpit dann wieder zu verriegeln würden wieder 12 Minuten ihrer kostbaten Energie wieder verbraucht. Während sich Derek draußen am Fahrzeug zu schaffen machte entschloss Deeana sich dennoch die Abschiedsbotschaft für die Nachwelt aufzuzeichnen.
Deeana Wegman: “Hier spricht Deeana Wegmann.“
Sie stoppte die Aufzeichnung wieder, weil sie nicht wusste was sie sagen sollte.
Deeana Wegman: “Nochmal, hier spricht Deeana Wegmann. Wir haben nur noch sehr wenig Energie und wahrscheinlich werden wir hier draußen sterben. Wir, das sind Derek Zhanel und Deeana Wegmann von der EOT AMPETULA. Wir schreiben Donnerstag den 27.02.3310. Der Captain, Zuya Hiyaye hat wahrscheinlich eine Suchmannschaft losgeschickt. Aber auch er wird die Realität erkennen, dass unsere Energie nicht ewig halten wird. Unser Fahrzeug ist beschädigt und die Energieversorgung ausgefallen, so dass uns nur noch unsere Anzugenergie bleibt.
Mein Freund Derek versucht gerade draußen, die SRV Versorgung mit unseren Anzügen zu koppeln und uns so Zeit zu verschaffen. Ich hoffe wir haben Glück. Wenn nicht, wird dabei so viel Energie verloren gehen, dass wir nur noch wenige Minuten haben.“


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Derek Zhanel: “Das werden wir sehen.“ Derek war inzwischen wieder reingekommen.
Derek Zhanel: “So, jetzt nochmal.“ Er überlud wieder seinen Energielink um das Cockpit zu schließen und schaltete sein Tablet am Unterarm ein.
Derek Zhanel: “Dann wollen wir mal sehen“ Er verband seinen Anzug mit einem Energiekabel und einem Kommunikationsmultistecker und verband die anderen Enden mit den jeweiligen Anschlüssen im SRV hinter den Sitzen.
Derek Zhanel: “Uuuuuuuuuuuund wir haben wieder Energie. Wird 'ne Weile reichen. Willst du was abhaben?“
Deeana Wegman: “Du bist ein Genie“
Derek Zhanel: “Raryn Thol wird mich grillen.“
Deeana Wegman: “Sie wird uns beide grillen.“

Bordzeit Donnerstag 27.02. 3310 08:00 Uhr UTC

Raryn Thol hatte sich mit mit Brtittney Tion Sohran zur zweiten Expedition wieder auf den Weg gemacht..

Raryn Thol: “AMPETULA SRV 2 an AMPETULA, könnte ihr uns verstehen?“
Aaltje Valurot: “Klar und deutlich.“
Raryn Thol: “Wir fahren wieder zu den letzten gemeldeten Koordinaten und probieren eine E V A“
Aaltje Valurot: “Ok, und viel Erfolg.“
Katherine Lacy Marshall: “Ich drücke die Daumen.“
Teetonka: “Ich auch“
Raryn Thol: “Müssen die Kinder überall dabei sein? Das ist hier kein Kinderspielplatz.“
Teetonka: “Aber, aber, aber mein Opa ich...“
Aaltje Valurot: “Der Alte hat's genehmigt und wir passen schon auf.“
Katherine Lacy Marshall: “Ich bekomme das Transpondersignal vom Fahrzeug und eure Lebenserhaltungswerte von den Artemisanzügen. Sieht gut aus.“

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Teetonkas Blick ging zu der zweiten Konsole, wo nun schon seit zwei Tagen weder ein Transpondersignale noch die Lebenserhaltungswerte der Verschollenen zu sehen waren. Warum waren sie nicht heimgekehrt? Onkel Derek hatte das Fahrzeug oft genug aus verzwickten Situationen befreit. Wenn die Räder blockiert waren, hatte er die Schubdüsen betätigt. Und wenn es zu glatt war und er ins Schleudern geriet, brachte er immer das Fahrzeug unter Kontrolle.

Raryn Thol: “Wir könnten hier gut einen Wellenscanner gebrauchen. Selbst wenn der AMPETULA 1 ein Wrack ist könnte man ihn damit orten, wenn wir in der Nähe sind. So bleibt uns nur die Drohne“
Aaltje Valurot: “Haben wir leider nicht.“
Raryn Thol: “Gleich als Antrag, für die nächste Expedition.“

Die beiden setzten sich in Bewegung

Katherine Lacy Marshall nachdem Aaltje Valurot zu Zuya Hiyaye verschwunden war: “Willst du mal 'ne Drohne fliegen?“
Teetonka: “Ich?“
Katherine Lacy Marshall “Ja.“
Teetonka: “Aber wenn ich was kaputt mache, dann schimpft Mrs. Thol wieder mit mir und mit Opa und allen.“
Katherine Lacy Marshall “Keine Sorge.
Erstens ich zeige dir wie es geht und wenn was passiert, dann war ich das.“

Teetonka: “Aber dann sprichst du ja wie eine Schlange.“
Katherine Lacy Marshall “Wie bitte?“ Sie verlor für einen Moment die Fassung, erinnerte sich aber, dass sie es mit einem Kind zu tun hatte.
Teetonka: “Lügst du dann nicht?“
Katherine Lacy Marshall “Nein, wenn ich dir das zeige, bin ich deine Einweiserin und auch die Pilotin, auch wenn du fliegst.“
Teetonka: “das verstehe ich nicht.“
Katherine Lacy Marshall “Also willst du nun?“
Teetonka nickte.
Katherine Lacy Marshall “Fangen wir mit etwas ganz einfachem an. Der automatischen Startsequenz. Dazu musst du nur diesen Knopf hier drücken.
Teetonka: “Das ist alles?“
Katherine Lacy Marshall “Die Programmierung und den Rest zeige ich dir später mal..
Teetonka: “Ok. Soll ich?“
Katherine Lacy Marshall “Klar, leg los.“

Teetonka drückte den Knopf und die Drohne hob vom Oberdeck der AMPETULA ab, schoss senkrecht in die Höhe, schaltete automatisch die Kamera ein und verharrte an der Stelle.

Katherine Lacy Marshall “So, und jetzt zeichnest du hier drauf mit der Maus einen Kurs ein unddrückst hier bestätigen.
Teetonka: “Und da kann nichts passieren?“
Katherine Lacy Marshall “Nein, Die Drohne macht genau das was du ihr sagst.“
Teetonka zeichnet den Kurs ein und die Drohne folgte ihm automatisch. Katherine schaltete die kamera ein.
Katherine Lacy Marshall “So, damit wir auch was sehen.“

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Katherine Lacy Marshall “Und hiermit kannst du die Kamera steuern.“
Teetonka: “So?“

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Katherine Lacy Marshall “Ja so ungefähr.“

Die beiden beschäftigten sich noch einige zeit mit der Drohne. Aber auch mit Katherines Hilfe konnten weder sie noch Raryn Thols Expedition irgendwelche Signale ausmachen, so dass Raryn Thol und Brittney Tion Sohran ergebnislos wieder zurückkehrten. Inzwischen hatte sich Aaltja Valurot mit Zuya Hiyaye besprochen.

Aaltje Valurott: “Du weißt, dass nur noch sehr geringe Chancen bestehen.“
Zuya Hiyaye: “Sie könnte irgendwo festsitzen.“
Aaltje Valurott: “Dann könnten sie immer noch eine Drohne aufsteigen lassen oder aussteigen und sich auf eine Anhöhe begeben.“
Zuya Hiyaye: “Du hast ja Recht.“
Aaltje Valurott: “Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass die beiden tötlich mit dem SRV verunglückt sind.“
Zuya Hiyaye: “Aber dann müssten wir Trümmerteile gefunden haben.“
Aaltje Valurott: “Müssten wir. Aber wir sind 11000 Lj von Sol entfernt. Hier draußen kann alles mögliche passieren.“
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